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SWK-Betriebshof zieht um

SWK-Betriebshof zieht um

Die Gladbacher Straße ist teilweise gesperrt, darunter ändert sich viel, damit die Bahnen dort übernachten können.

Krefeld. Jetzt wird es auch für die Pendler aus dem Süd-Westen eng: Seit Montagabend ist jeweils eine Fahrspur der Gladbacher Straße in beide Richtungen gesperrt. Die Ostwall-Baustelle sorgt in der heißen Phase auch hier für längere Wartezeiten.

SWK-Betriebshof zieht um
Foto: Dirk Jochmann

Da auch die Straßenbahnen wegen der Gleisbauarbeiten ab Freitag nicht mehr über den Ostwall fahren können, entsteht im Bereich der ehemaligen Haltestelle Tackheide ein SWK-Betriebshof auf Zeit. Die Bahnen, die nicht mehr das SWK-Gelände an der St. Töniser Straße erreichen, werden hier für zehn Tage über Nacht abgestellt, aber auch gewartet und repariert (die WZ berichtete exklusiv).

Ab Freitag müssen sich die Fahrgäste der Stadtwerke für zehn Tage nämlich erneut auf neue Situationen rund um den Ostwall einstellen. Ab 9. Mai werden alle Züge bzw. Busse über die Philadelphiastraße umgeleitet. Die 31 SWK-Bahnen müssen nach Betriebsschluss bis zum 18. Mai auf den vorübergehenden Betriebshof Tackheide an der Gladbacher Straße ausweichen.

Der Grund liegt darin, dass auf der Ostwall-Kreuzung sämtliche Schienen und zwölf Weichen neu verlegt werden müssen. Daran wird rund um die Uhr gearbeitet, um das knappe Zeitfenster von zehn Tagen einzuhalten. Die wichtige Kreuzung Richtung Hüls und St. Tönis sowie zum Betriebshof kann während dieser Zeit auch von den Bahnen nicht mehr passiert werden.

In diesem Zeitraum werden die Linien 042/043 über die Philadelphiastraße umgeleitet und bedienen dort den Haltepunkt Alte Linner Straße. Auf dem Ostwall entfallen die Haltestellen Dreikönigen- und Rheinstraße. Zum Teil richten die Stadtwerke (u.a. Richtung Hüls für die Linie 044 aus Linn) einen Busersatzverkehr ein. Umsteigepunkt ist dabei der Hauptbahnhof. Auch die Linie 041 von Fischeln nach St. Tönis verkehrt ab Hauptbahnhof als Bus mit großräumiger Umleitung.

Im unmittelbaren Bereich des Ersatz-Betriebshofes der SWK an der Tackheide wird es Einschränkungen für den Individualverkehr lediglich im Wendebereich unter der Brücke der B 57 (Gladbacher Straße) geben. Die Stadtwerke benötigen dort eine Spur der Fahrbahn für den Aufbau der Infrastruktur (Mannschafts-, Sanitär- und Materialcontainer) für den Betriebshof.

Derzeit werden dort Leitungen für Frisch- und Abwasser, Starkstrom und Beleuchtung installiert, sagt SWK-Sprecher Dirk Höstermann. Die 31 Bahnen werden während der Nachtstunden auf einer Länge von rund 700 Metern auf der früheren Linie 043 bis zur Kreuzung Oberschlesienstraße „geparkt“. 60 Mitarbeiter der SWK treten täglich ihren Dienst von hier aus an.

An der Gladbacher Straße ab Oberschlesienstraße sind während dieser Phase jeweils die inneren Fahrspuren am Gleisbett gesperrt. Die Zufahrt zu den Parkplätzen bei Outokumpu ist weiter möglich. Mit weiteren Einschränkungen für den Autoverkehr in diesem Bereich sei, so der städtische Fachbereich Tiefbau und die SWK, derzeit nicht zu rechnen.