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Seidenweberhaus: Studenten sollen einziehen

Seidenweberhaus : Studenten sollen einziehen

Die junge Architektin Carolin Krebber schlägt neue Nutzung und Wohnheim vor.

Krefeld. Die junge Architektin Carolin Krebber hat das Seidenweberhaus in den Mittelpunkt ihrer Masterarbeit gestellt. Die WZ hatte im vergangenen Dezember ihre frischen Ideen für die Veranstaltungshalle und ihr Umfeld vorgestellt. Bei der jetzt wieder aufkeimenden Diskussion über Alternativen finden auch ihre Vorschläge eine größere Beachtung.

Die Krefelderin ist vom Gebäude mit seinen Terrassen sehr angetan. „Es ist wie ein kleines Kunstobjekt“, schwärmt sie. Gleichzeitig sieht sie aber auch einen gravierenden Mangel: „Von der Funktion her ist es nicht als Veranstaltungshalle geeignet.“ Ihrer Meinung nach braucht das Seidenweberhaus eine neue Außenhaut, im Inneren einen neuen Zuschnitt, einen zentralen Eingang und eine neue Funktion.

Ihr Entwurf knüpft an die Krefelder Textilindustrie an. Ihr schwebt vor, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft dort zu vereinen, indem sie den Designbereich der Hochschule, Kultur, Vertreter der ansässigen Textilindustrie, ein Museum oder Archiv und junge, kreative Geschäftsleute dort ansiedelt. Als architektonisches Gegenstück schlägt sie — passend zur Kunstakademie im Seidenweberhaus — zur Ostwall-Seite hin ein neues Gebäude mit Innenhof vor. Das könnte Bürgerhaus, Markthalle und Studenten(wohn)haus in einem sein.

Um eine Anbindung an die Innenstadt zu erzielen, schlägt die 26-jährige gebürtige Krefelderin den Rückbau der St.-Anton-Straße, die Umleitung des Hauptverkehrs über den Nordwall und die Verlegung der Tiefgaragen-Einfahrt des Seidenweberhauses auf die östliche Seite des Platzes an die Färberstraße vor. „Dann wäre Raum, um das Seidenweberhaus zur Innenstadt zu öffnen und die Fußgängerzone um das Gebäude herum auf den Platz zu führen.“

Die besondere architektonische Form sei bislang für den Betrachter nicht erkennbar. Ihr Vorschlag: „Die Säulen im Erdgeschoss verschwinden und das Hexakon wird auf den Boden gesetzt. Dort wird an der St.-Anton-/Ecke Königstraße der zentrale Eingang geschaffen.“ Ihre Entwürfe hat sie der Stadt zugeschickt.