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Stimmauszählung Kommunalwahl Krefeld

Kommunalwahl : Warum die Auszählung der Stimmen am Sonntagabend so lange dauerte

Das Tempo in den einzelnen Stimmbezirken war bei der Krefelder Kommunalwahl sehr unterschiedlich. Dafür gibt es laut Stadtverwaltung verschiedene Erklärungen.

Die Auszählung der 186 Stimmbezirke am Sonntagabend hat bis nach 23 Uhr gedauert. Entsprechend verzögerte sich die Bekanntgabe des vorläufigen Endergebnisses der Krefelder Kommunalwahlen. Dabei hatten einige Stimmbezirke schon nach einer guten Stunde ihre Ergebnisse veröffentlicht, waren lange vor anderen Stimmbezirken fertig. Wir haben bei der Stadtverwaltung nachgehakt, woran die zeitliche Verzögerung gelegen hat.

Stadtsprecher Timo Bauermeister verweist zunächst darauf, dass die Organisation und Abwicklung der Auszählung grundsätzlich in der Verantwortung des Wahlvorstandes liegt. Jeder Wahlvorstand erhalte einen Leitfaden, an dem er sich orientieren kann. Die Anzahl der auszuzählenden Stimmzettel richte sich nach der Größe des Stimmbezirkes sowie dem Wählerverhalten. Je mehr Stimmzettel auszuzählen sind, desto länger benötige in der Regel der Wahlvorstand für die Auszählung.

Und dann kann auch etwas anderes zu einer Verzögerung führen, wie Baumeister sagt: „Sollte der Wahlvorstand bei der Auszählung zu keinem schlüssigen Ergebnis kommen, muss die Auszählung erneut vorgenommen werden.“

Auch komme es vereinzelt vor, dass der Wahlvorstand versäume, die Schnellmeldung durchzugeben. So geschehen am Sonntagabend in einem Stimmbezirk im Nordbezirk. Daher habe das Ergebnis aus diesem Wahllokal erst so spät vorgelegen. Aufgrund der hohen Anzahl an Briefwählern habe aber auch die Auszählung in einigen Briefwahlbezirken länger gedauert.

 Weiteres Problem am Sonntag waren fehlende Stimmzettel: Vornehmlich in zwei Stimmbezirken in Verberg/Traar sind die Stimmzettel kurz vor Ende der Schließung des Wahllokals ausgegangen. Nach Meldung in der Wahlzentrale wurden umgehend Stimmzettel nachgeliefert und allen wartenden Wählerinnen und Wählern zugesichert, dass sie noch wählen können. „Jeder der wählen wollte, konnte auch noch wählen“, versichert Bauermeister.

Auf die Frage, wie die Wahlpräsentation im Seidenweberhaus lief und ob diese überhaupt noch zeitgemäß sei, sagt der Stadtsprecher: „Die Resonanz bei der Wahlergebnispräsentation war schwankend, zunächst recht gut besucht, im Laufe des Abends abnehmend. Genaue Zahlen sind nicht erfasst worden. Ob zur Stichwahl eine Wahlergebnispräsentation angeboten wird, wird noch entschieden.“