Stadtwaldhaus: CDU gegen Schließung in Umbauphase

Stadtwaldhaus: CDU gegen Schließung in Umbauphase

Angelika Brünsing warnt vor den Konsequenzen, wenn das Ausflugslokal 18 Monate nicht betrieben werden kann.

Das Stadtwaldhaus soll saniert werden. Das ist dringend notwendig. Doch wie das geschehen soll, ob bei laufendem oder geschlossenem Betrieb, ist noch nicht entschieden. Drei Jahre sind für die Sanierung veranschlagt, wenn die Baumaßnahmen bei eingeschränktem Betrieb durchgeführt würden, anderthalb Jahre bei einer Schließung. „18 Monate Dauerschließung sind keinem Gastronomen zuzumuten“, sagt Angelika Brünsing, stellvertretende Bezirksvorsteherin in Ost.

Gemeinsam mit ihren CDU-Parteikollegen hat sie die Gastronomie im Stadtwaldhaus besucht und sich von Pächter Helmut Lang die dringend notwendigen Arbeiten erklären lassen. Seit 27 Jahren betreibt Lang die Gastronomie, hat sie zu der gemacht, die sie heute ist. „Ein gastronomisches Highlight für Krefeld und weit darüber hinaus“, kommentiert Brünsing.

Im Oktober 2019 läuft Langs aktueller Pachtvertrag aus. Der will gerne weitermachen, aber zuvor die Modalitäten für die große Baumaßnahme erfahren.

Nach den Vorstellungen von Oberbürgermeister Frank Meyer könnte die Krefelder Bau GmbH künftig das Stadtwaldhaus in eigener Verantwortung bewirtschaften und verwalten — und zuvor für geschätzte vier Millionen Euro sanieren. „Drei mögliche verschiedene Szenarien gibt es“, sagt Geschäftsführer Thomas Siegert. Die Vorgehensweise soll nach seinen Worten nach dem Urlaub des Oberbürgermeisters und seines eigenen besprochen werden. Für Anfang September kündigt er eine offizielle Pressemitteilung dazu an.

Natürlich stehe es außer Frage, „dass die Sanierung und Modernisierung des Stadtwaldhauses sein“ müsse, sagt Brünsing. Dennoch dürfe die Stadt nicht das Risiko eingehen, dass eine 18-monatige Schließung dem Pächter und seinen Mitarbeitern die Existenzgrundlage abgrabe. Derzeit hat Lang 25 Mitarbeiter fest angestellt, dazu kommen rund 120 Aushilfen. „Das ist mein Grundgerüst. Ohne meine Mitarbeiter kann ich das Haus nicht betreiben“, sagt Lang. Er wünscht sich Informationen aus erster Hand und nicht wie bislang nur aus der Presse. „Die Sanierung während des laufenden Betriebs ist zwar teurer, aber möglicherweise nicht so folgenschwer wie eine Schließung“, sagt Brünsing.

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