WZ-Mobil zum Bürgerservice: Bürgernah ja - aber nicht in allen Belangen

Am WZ-Mobil wird ein besserer barrierefreier Zugang angeregt.

Krefeld-Bockum. Sehr zentral gelegen ist es, das historische Rathaus in Bockum, in dem neben der Polizei auch der Bürgerservice beherbergt ist. Am WZ-Mobil freuten sich die Bürger größtenteils darüber, dass man hier kleine Angelegenheiten schnell und unbürokratisch erledigen kann.

„Ich finde es gut, dass man hier Dinge wie Ummeldungen vornehmen kann, ohne weite Wege zurücklegen zu müssen“, lobt Bruno Sonnweber. „Mir ist es auch lieber, dass ich so etwas persönlich machen kann und nicht schon alles per Internet geregelt wird.“ Ein Aspekt, den Hannelore Scheibe ergänzt: „Gerade für ältere Menschen ist der direkte Draht besonders wichtig“, sagt sie.

Hans Nowak schätzt vor allem die Nähe und gute Lage des Bürgerservices: „Man kann einfach schnell rüberkommen“. Auch dem Vergleich mit dem Bürgerservice des Krefelder Rathauses hält der des Stadtteils Bockum stand: Der Bürger werde zügiger bedient.

Hans Nowak hat diesen Unterschied festgestellt, als er seinen neuen Pass in der Innenstadt beantragen musste. Den Service in Bockum lobt auch Gero Schmitz. Er ist begeistert von den „netten, freundlichen und immer unbürokratischen Damen im Bockumer Rathaus.“

Allerdings gibt es auch einige kritische Stimmen: „Mir passt es überhaupt nicht, dass man die Personalausweise nun im Zentrum beantragen und abholen muss“, meint Simone Tusch, die im Fotoladen in der Nähe des Rathauses arbeitet.

„Früher konnten die Menschen hier ihre Passbilder machen und direkt gegenüber im Bürgerbüro alle Dokumente besorgen. Nun ist alles viel umständlicher geworden — besonders für ältere Menschen ist das schlimm.“

So sieht es auch Gabi Bauer. „Neulich haben wir einen neuen Ausweis für meine Tochter machen lassen. Der Weg ins Zentrum und die Wartezeit dort, daswar sehr langwierig und nervig.“

Per E-Mail hat sich Antje Tippett gemeldet. Sie ist Rollstuhlfahrerin und sieht ein ganz anderes Problem: Die Rampe hinter dem Rathaus sei zu steil und ein gefährliches Unterfangen. Sie bemängelt: „Auch wenn es hinter dem Haus eine Sprechanlage gibt, möchte ich nicht unbedingt, im manchmal schmuddeligen Wetter, da draußen warten müssen.“

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