Werbung für die Landwirtschaft auf dem Taarer Bauernmarkt

Werbung für die Landwirtschaft auf dem Taarer Bauernmarkt

Direktverbraucher nutzen den Bauernmarkt, um präsent zu sein.

Traar. Ein riesiges, lächelndes Heu-Pärchen markiert den Eingang des Traarer Bauernmarktes. Kürbisse, bunte Blumen, Obst und andere landwirtschaftliche Erzeugnisse werden dort direkt vom Bauern an die Kunden verkauft. Der Markt ist eine Darstellung der Landwirtschaft der näheren Region, dient den Bauern aber vor allem als Werbung.

"Wir sind von Anfang an dabei gewesen und merken wie die Nachfrage steigt, wenn wir hier waren", sagt Mariannne Plückers.Der Bürgerverein Traar und die Ortsbauernschaft haben in Zusammenarbeit den Markt organisiert und darauf geachtet, dass nur Direktvermarkter einen Stand bekommen. "Die Landwirte sollen im Vordergrund stehen, die Kunden sollen den Produkten Gesichter zuordnen können", erklärt Andreas Heinrich, Vorsitzender des Bürgervereins.

Familie Plückers bietet vor allem Kartoffeln und Kürbisse aus eigenem Anbau an, direkt neben ihrem Stand verkaufen ihre Kinder Reibekuchen, hergestellt aus den eigenen Kartoffeln. "Wir brauchen Werbung ansonsten würden wir nicht genug verkaufen, auch liest man sonst nur negatives über die Landwirtschaft, wir präsentieren hier das Gegenteil", erklärt Plückers.

Zum Angebot des Marktes gehören unter anderem Käse, Blumen, Fleisch, Eier und handwerkliche Produkte, wie Körbe, Stühle, Wolle und Keramik. "Der Bauernmarkt ist so beliebt, weil die Leute wissen, dass sie hier Qualität kaufen können", sagt Andreas Heinrich.Bettina Konnen stammt aus Grefrath, doch auch sie hat jedes Jahr einen Stand auf dem Bauernmarkt. "Ich bin hier, weil es Spaß macht mit all den anderen Bauern auf dem Markt zu stehen und auch, um die Leute auf den Geschmack von Ziegenkäse zu bringen. Wir sagen ihnen wo sie auch in Krefeld unsere Produkte kaufen können ohne extra zu uns fahren zu müssen, denn ohne Werbung läuft das Geschäft nicht", erklärt sie.

Schon gegen ein Uhr sind die Gänge zwischen den Ständen wegen des Andrangs kaum noch passierbar. Neben dem Verkauf der Direktvermarkter gibt es auch Ziegen, Hühner, Kaninchen, Wellensittiche und eine Eule, die gestreichelt werden kann. Zum ersten Mal werden auch 13 historische Traktoren ausgestellt, die dann und wann mit viel Getöse über den Markt fahren. Der älteste ist 1951 gebaut worden. "Wir sind mit unserem vielseitigen Angebot und dem Erfolg des Marktes sehr zufrieden", erklärt Heinrich.