Warum die Container-Wache in Krefeld-Traar so wichtig ist

Traar : Container-Wache ist 24/7 besetzt

Dank eines Provisoriums gibt es nun einen Rettungswagen-Standort in Traar. Warum der so wichtig ist.

Unfälle auf der Moerser Straße oder Europaring, Einweisungen vom Hausarzt, Reit-

unfälle oder gefährliche Körperverletzung — die Stichworte für mögliche Einsätze im Gebiet Traar, Verberg, Elfrath, Kliedbruch können genauso vielfältig sein, wie im Rest des Stadtgebiets. In allen Notfällen gilt: Es muss schnell gehen. Jeder an einer Straße gelegene Notfallort soll nach der sogenannten Hilfsfrist in acht Minuten, in ländlichen Bereichen nach 12 Minuten zu erreichen sein.

Um das für das genannte Gebiet gewährleisten zu können, ist am Buscher Holzweg (Ecke Moerser Landstraße) eine provisorische Wache eingerichtet worden. Das sind sechs Container und eine Art Zelt-Garage mit massiven Seitenwänden. In letzterer steht ein Rettungswagen bereit. Das Provisorium ist 24/7 besetzt. Insgesamt arbeiten dort 12 Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes, das den Rettungsdienst in dem Bereich übernommen hat.

An der Stelle soll auch die neue Traarer Wache entstehen

In Zukunft soll an der Stelle, wo jetzt Umkleiden, Ruheräume und sanitäre Anlagen untergebracht sind, der Parkplatz eines Neubaus entstehen. Die neue Wache soll dann Rettungsdienst und Freiwilliger Feuerwehr Traar dienen. Letztere ist seit 1975 in einem alten Wohnhaus im Ortskern Traars an der Moerser Landstraße untergebracht. Dass dieser Standort nicht mehr hinnehmbar ist, ist schon länger klar. Der Krefelder Feuerwehrchef Andreas Klos zieht den Vergleich mit einer „Garage“.

Die finanziellen Mittel für den Neubau sind eingeplant, sagt Stadtdirektorin Beate Zielke. Einen fixen Zeitplan gibt es noch nicht, aber in dem Gebiet erfahrene Architekten sind beauftragt worden, erklärt der Krefelder Feuerwehrchef. Ein Planungsgespräch solle am 14. Januar folgen, so Klos. Gleichzeitig soll auch der Bau einer neuen Wache für Fischeln vorangetrieben werden (siehe Kasten). Mit dem Beginn der Arbeiten sei innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre zu rechnen sein.

Der Plan ist, dass das Provisorium in Traar bis zur Fertigstellung der neuen Wache genutzt werden kann. Und es gibt genug zu tun: Rund 1500 Einsätze pro Jahr müssen in dem Gebiet bewältigt werden, erklärt André Wiegratz, der leitende Notarzt der Feuerwehr in Krefeld. Bisher hätten die Retter etwa aus Gartenstadt nach Traar oder Verberg fahren müssen — wenn das nicht möglich war auch aus der Innenstadt oder Linn. Nun kann zügiger reagiert werden.

36 Einsätze wurden
bereits bearbeitet

Das DRK und die Feuerwehr arbeiten dabei eng zusammen — bei der Inbetriebnahme der Wache ebenso wie bei der täglichen Arbeit. Die Einsätze werden über die Leitstelle der Hauptfeuerwache an der Neuen Ritterstraße verteilt. Seit dem Jahresbeginn gab es bereits 36 Einsätze für die neue Rettungswache in Traar. Matthias Jansen, Wachleiter und Notfallsanitäter des Deutschen Roten Kreuzes, erklärt bei einem Rundgang durch die unterschiedlichen Bereiche der Container-Lösung, dass genügend Platz für das DRK-Team zur Verfügung steht — mehr als an anderen Standorten, an denen der 38-Jährige bereits im Einsatz gewesen sei. In Traar sei ihm auch der persönliche Kontakt zu den Bewohnern des Stadtteils wichtig: „Man grüßt uns beim Bäcker.“