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Stadt: Wagener darf den Weg bei Gut Auric nicht versperren

Stadt: Wagener darf den Weg bei Gut Auric nicht versperren

Dezernent Thomas Visser zeigt dennoch Verständnis für den Besitzer des Guts und will das Gespräch suchen.

Krefeld. Gerald Wagener wird in den nächsten Tagen von der Stadt Krefeld einen formalen Hinweis erhalten, dass er die Nutzung des Weges nördlich von Gut Auric nicht unterbinden darf; aber wohl auch ein Gesprächsangebot, denn seitens der Stadt zeigt man Verständnis für seine Bedenken.

Der Besitzer des Gut Auric hat im Bereich der Brücke am Hermann-Kresse-Weg mit einem Holzgatter den Durchgang gesperrt. Er beruft sich dabei als Pächter dieses Grundstücks auf den Zwangsverwalter, der die Sperrung aus Haftungsgründen veranlasst habe.

Dazu, so der städtische Dezernente Thomas Visser, habe Wagener aber laut Landschaftsgesetz kein Recht. Im Landschaftsplan sei festgelegt, dass auch private Wege öffentlich genutzt werden können. Allerdings dürfen dabei private Interessen - wie zum Beispiel der Schutz wertvoller Turnierpferde - nicht beeinträchtigt werden.

Gleichwohl sieht Visser die Notwendigkeit, vernünftige Lösungen zu suchen. Aus der Politik sei im Frühjahr die Forderung gekommen, die öffentliche Weg-Nutzung durch Festsetzung im Landschaftsplan zu erzwingen - notfalls durch Enteignung.

Doch Visser weiß, wie langwierig und schwierig ein solches Verfahren ist: "Das Beispiel Elfrather Golfclub hat gezeigt, dass die Bezirksregierung darauf nicht eingeht, wenn es alternative Wegeverbindungen gibt." Und das sei auch am Gut Auric der Fall.

So sei man im Gespräch, um den Feldweg an der Gärtnerei - südlich des Gutes - zu öffnen. "Das ist auch unstrittig", sagt Visser. Auch im nördlichen Bereich wo jetzt das Gatter steht, sieht der Dezernent Alternativen: "Man könnte die Spaziergänger hinter der Brücke links- statt rechtsherum führen."

Dies aber könne nur im Dialog erfolgen: "Wir müssen jetzt den Dampf ’rausholen, damit sich die Positionen nicht verhärten."