Sportplatz in Traar: Schimmel und Siff im Sanitärtrakt

Eine Sanierung der Sportanlage am Buscher Holzweg steht weiter aus.

Krefeld-Traar. Andreas Brüggen hat das Stadium der Wut längst hinter sich gelassen. Er selbst bezeichnet seinen derzeitigen Zustand als „resigniert“. Trotzdem wählt der Fußballer des FC Traar harsche Worte: „Ich kenn’ die Jungs. Die reden nur — machen aber nix.“

Mit den „Jungs“ meint er die Stadt Krefeld. Und der Zustand der Sportanlage am Buscher Holzweg ist es, der ihn erst wütend machte und dann resignieren ließ: „Die Decken hängen durch und die Leitungen sind rausgerissen. Seit Jahren ist das jetzt schon so.“

Auch Renate Lückers Meinung zu den Umkleidekabinen, Toiletten und Duschen ist eindeutig: „Das ist eklig, wirklich eklig. Es schimmelt und es stinkt.“ Allerdings hat die Geschäftsführerin des TV Traar die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben: „Ich schätze die Chancen, dass die Stadt den Sanitärtrakt saniert auf fünfzig-fünfzig.“

Immerhin — den Sanierungsbedarf des Sanitärtrakts hat auch die Verwaltung erkannt. Manuel Kölker, städtischer Pressesprecher: „Für alle Beteiligten ist unstrittig, dass das Gebäude dringend einer Erneuerung bedarf.“ Allerdings — bezüglich eines konkreten Zeitplans fallen seine Formulierungen etwas wolkig aus: „Nicht vor einer Genehmigung des Nachtragshaushalts 2011.“

Über diese Genehmigung werde der Rat am 14. Juli entscheiden. Und die Kosten für die Baumaßnahmen würden auf rund 380 000 Euro geschätzt.

Andreas Brüggen und Renate Lücker bleiben skeptisch. Lückers Erinnerung nach stammen die ersten Politikerversprechen in dieser Sache aus dem Jahr 2008. Und Brüggen schätzt, dass das politische Pläneschmieden schon vor mindestens vier Jahren begann.

In dieser langen Zeit haben beide Vereine sich auf ihre Art mit den Zuständen arrangiert. Lücker erklärt, dass sich viele Vereinsmitglieder immer in der Turnhalle umziehen würden. Und Brüggen betont: „Ich dusche grundsätzlich nur zu Hause.“

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