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Serie "Was man getan haben muss": Einmal bei Mario den Regen vergessen

Serie "Was man getan haben muss": Einmal bei Mario den Regen vergessen

„Was muss man in diesem Sommer im Stadtteil getan haben“, fragt die WZ in den Sommerferien. Marc Blondin vom Bürgerverein schlägt vor, auf ein Eis an der Moerser Landstraße vorbeizuschauen.

Traar. Mit geschlossenen Augen schmeckt das Eis nach Italien. Vielleicht erinnert man sich an die spanische Treppe in Rom, gefüllt von Menschen, die die Mittagssonne genießen. Vielleicht schmeckt es aber auch nach dem Lago Maggiore, nach Entspannung und Sonnenschein.

„Was man in diesem Sommer im Stadtteil getan haben muss?“, fragt die WZ in den Ferien. Auch Marc Blondin vom Bürgerverein fällt da Einiges ein. „Aber ein Eis in der Eisdiele San Marco, das muss man einmal gegessen haben“, sagt er. Dass das Eis dort unheimlich gut schmeckt, habe sich mittlerweile auch außerhalb Traars herumgesprochen. „Am Wochenende ist dort oft jede Menge los.“

„Eis ist eine Philosophie“, das ist das Motto von Mario Bevacqua. Zusammen mit seiner Familie leitet der Deutschitaliener die Eisdiele an der Moerser Landstraße. „Vor 55 Jahren hat mein Großvater die erste Eisdiele eröffnet, seitdem ist unsere Familie dem Eis verfallen.“ Bevacqua kommt ursprünglich aus Kalabrien, aufgewachsen ist er am Lago Maggiore bevor er dann nach Deutschland kam.

Die Eisrezepte hat er großteils aus Italien mitgebracht. „Alles wird hier selbst produziert. Manche unserer Rezepturen waren schon auf der Weltmeisterschaft in Rimini.“ Da entstehen dann so Sorten wie Afrika, ein Bananen-Rum Eis mit karamellisierter Feige. Oder die Crema Sanmarco, eine Mandarine-Kakao-Sahne Creme. Neben außergewöhnlichen Eissorten gibt es im San Marco aber auch außergewöhnliche Heißgetränke. „In Italien besteht der Kakao aus geschmolzener Schokolade, das ist gar nicht vergleichbar mit dem Getränk hier in Deutschland.“

Im San Marco trinkt man etwa Kakao mit Chili, eine heiße Schokolade mit Orange und Zimt oder mit weißer Schokolade. Außerdem bietet das Café fast 50 verschiedene Teesorten an. „In Italien bestellt man sich ein Getränk und genießt es einfach. Zeit spielt da keine Rolle.“ Das Kaffeetrinken kann dann schon mal schnell drei Stunden dauern — das ist italienische Leichtigkeit. Das Lebensgefühl spiegelt sich auch in der Einrichtung der Eisdiele wieder. Dicke rote Polster laden zum Entspannen ein und goldene Accessoires geben dem Raum eine romantische Note. „Wir lieben das Detail“, erklärt Bevacqua, „und dass das Detail ‚Wetter’ im Moment gar nicht so gut ist, das stört nicht. Eis bei Regen schmeckt nämlich noch besser.“

Was der Krefelder in diesem Sommer also unbedingt getan haben muss? Mit dem Eis von San Marco in Traar das schlechte Wetter vergessen und sich in den Süden träumen.