Richtfest am neuen Forscherhaus im Zoo

Original-Ziegel aus dem 18. Jahrhundert werden das Fachwerk-Gebäude bedecken.

Krefeld. Der dritte Forschertag im Krefelder Zoo hatte wieder viele Kräfte mobilisiert - vom Geologischen Dienst bis zum Umweltzentrum, vom Tierarzt bis zu den Organisatoren der Froscholympiade. Im Mittelpunkt stand diesmal aber ein leeres Gebäude.

Am neuen Forscherhaus rechts hinter dem Zoo-Eingang ist Richtfest gefeiert worden. Dort ist ein in Korschenbroich abgerissenes altes Fachwerk-Torhaus wieder aufgebaut worden. Zoodirektor Wolfgang Dreßen und der Vorsitzende der Zoofreunde, Friedrich Berlemann, freuten sich vor einer Gäste-Schar über den Baufortschritt.

Schreinermeister Günter Thoren aus Korschenbroich mit einem Faible für alte Holzbauten sagte den Richtspruch vom First des Hauses aus.

Die Krefelder Architekten Werner und Martin Busch haben den Bau aus den alten Teilen hochziehen lassen und konnten auch alte Ziegel aus dem 18. Jahrhundert besorgen, die in den nächsten Wochen aufgelegt werden. Bis zum Frühjahr soll das Forscherhaus fertig und eingerichtet sein, beim vierten Forschertag wird es dann für die Jüngeren im Mittelpunkt stehen.

Die vielen Teile des Torhauses und der Scheune des ehemaligen Klothenhofs neben der Pescher Grundschule in Korschenbroich waren einzeln nummeriert worden. Die Nummern kann man am Rohbau wiederfinden.

Die Zoofreunde sorgen mit rund 80000 Euro für den Bau. Weiter beteiligt sind die Sparkasse Krefeld, die Firma Evonik und Henkel, die sich vor allem für die Ausrüstung mit Mikroskopen und Laborgeräten stark machen. Der Mini-Club des 2890 Mitglieder starken Zoovereins hat über 4000 Euro gesammelt.

Für das Gelingen des Forschertages sorgte auch das schöne Wetter. Die Stationen, bei denen die Besucher mitmachen konnten, waren im weitläufigen Gelände untergebracht, so zum Beispiel der Umwelt-Bus der Natur- und Umweltschutz-Akademie oder der Stand des Zollamts, der Beispiele von verbotenen Reisesouvenirs zeigte.

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