Neue Pläne für den Bockumer Platz

Die Öffnung des Bypasses ist endgültig vom Tisch. Überarbeitete Skizzen werden abgesegnet.

Krefeld. Bereits lange vor der eigentlichen Abstimmung der Bezirksvertreter aus dem Osten über den Bockumer Platz verließ ein Großteil der mehr als 50 Besucher enttäuscht das Bockumer Rathaus. Denn nach etwa einer Stunde Diskussion war klar: Ihr Wunsch, den Bypass wieder zu öffnen, wird keine Chance haben.

Eine weitere Stunde benötigten die Fraktionen aber, bis der CDU-Antrag, den Platz im ersten Schritt vom Verkehr zu entlasten inklusive einer Bypass-Schließung und später den eigentlichen Platz umzugestalten, mehrheitsfähig war. Um 19.11 Uhr folgte die Abstimmung: Gegen die Stimmen der FDP und der SPD wird der Vorschlag der Verwaltung umgesetzt. Diesen Plan hatte Tiefbauamtsleiter Hartmut Könner zuvor intensiv erläutert.

Demnach wird die Fläche der Rechtsabbiegespur entsiegelt und begrünt, die Kreuzung erhält eine zusätzliche Rechtsabbiegespur - obwohl sie laut Könner verkehrstechnisch nicht notwendig ist und es kein Stauproblem gebe. Auf der Nießenstraße im Norden werden zwölf Querparkplätze eingerichtet und der Bereich vor den Arkaden wird zur Anliegerstraße, also für den Durchgangsverkehr entlastet. Der Bus soll demnächst über die Keutmannstraße fahren.

FDP-Fraktionschef Joachim C. Heitmann, der wie Jutta Pilat als argumentative Unterstützung für Bezirksvertreter Paul Hoffmann gekommen war, kritisierte das "Mehrheiten-Geschachere" heftig. "220000 Euro nur für eine neue Kreuzung auszugeben, ohne zu wissen, wie es mit dem Platz oder dem übergeordneten Verkehrsfluss weitergeht, ist Unsinn", sagte Heitmann und verwies auf die sanierungsbedürftige Musik- und Sollbrüggenschule.

CDU-Parteichef Winfried Schittges, der als Unterstützung für Bezirksvertreter Heinz Pfortmüller zur Sitzung gekommen war, entgegnete: "Der Straßenumbau hält alle Optionen für den Platz offen."

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