Elfrather See : Mit Drohnen auf Gänse-Jagd

Ein WZ-Leser greift Idee aus Koblenz auf. Stadt und Vogelkundlerin wollen dort nachhaken, sind aber skeptisch wegen des Erfolgs.

Elfrath. Lassen sich die Gänse am Elfrather See vielleicht durch einen „technischen Feind von oben“ vertreiben? Versuche in Koblenz, lästige und kotende Gänse aus einem Freibad per Drohne zu verscheuchen, lassen hoffen. WZ-Leser Karl-Heinrich Eick hat diese Art der Gänse-Jagd ohne Tötungseffekt, die aus Kanada stammt, in einer Fernsehsendung entdeckt und sagt: „Das sollten wir auch in Krefeld mal versuchen.“

Auf Nachfrage bei der Stadt heißt es: „Die Sportverwaltung hatte im Jahr 2010 finanzielle Mittel in Höhe von rund 850 Euro für die Anschaffung eines Vogelscheuch-Drachens verausgabt. Der Erfolg der Maßnahme war jedoch nur von sehr kurzer Dauer“, sagt Stadtsprecherin Angelika Peters. Einen Einsatz mittels Drohne habe es am Elfrather See bisher nicht gegeben.

Peters: „Die Sportverwaltung wird sich aber mit der Stadt Frankfurt in Verbindung setzen, die nach unseren Recherchen den Drohneneinsatz versucht hat und die Erfahrungen von dort erfragen. Maßnahmen zur Reduzierung der Gänsepopulation hat es schon einige gegeben. „Doch die Gänse am E-See durch eine wiederholte Bejagungen oder Vergrämung mittels eines Greifvogels sowie einer Greifvogel-Attrappe führten ebenfalls nicht zum gewünschten Erfolg. Die Gänse lassen sich dadurch weder merklich reduzieren noch abschrecken.“

Vogelkundlerin Veronika Huisman-Fiegen hat auch ihre Zweifel am Gelingen des Drohnen-Einsatzes: „Ob jetzt ein Greifvogel eingesetzt wird, ein bellender Hund oder eine Drohne, der Aufwand und der Effekt sind gleich. Man muss dort ständig dranbleiben, denn bei den klugen Tieren tritt ein Gewöhnungseffekt ein. Die Idee ist ok. Aber wie gesagt: „Die Gänse gewöhnen sich auch daran.“