Die Eärpelstour feiert die Kartoffel

Fünf Lokale, fünf Speisekarten rund um die Knolle. Wirte begrüßen neue Ernte mit einer großen Party.

Krefeld. Eärpel ist der Krefelder Mundart-Ausdruck für Kartoffel. Die Eärpelstour ist folglich kulinarische Heimatkunde und Entdeckungstour in einem, bei der den verschiedenen Knollen-Spezialitäten gehuldigt wird. Am 30. April findet die Eärpelstour zum 14. Mal statt, und wie immer wird dabei auch in den Mai gefeiert.

Fünf Gaststätten- und Restaurantbesitzer aus Verberg und Kliedbruch haben sich zusammengetan, um zu beweisen, dass die Erdknolle mehr ist als nur profane Sättigungsbeilage. Von gutbürgerlich bis „Feine Küche“ zeigen die Gastronomen, was man alles aus ihr machen kann. „Jede Koch erstellt eine spezielle Karte nur für diesen Abend“, sagt Peter Siebenmorgen. Der Wirt von „Haus Kleinlosen“ kennt sich mit der Geschichte der Eärpelstour aus. Entstanden ist die Tour in Anlehnung an das Kappes-Fest, das der Nordbezirk früher in jedem September feierte. Das Kappes-Fest ist längst Geschichte, aber die Eärpelstour hat sich etabliert. Im letzten Jahr kamen 1528 Teilnehmer.

Zwei Shuttlebusse pendeln am nächsten Mittwoch in halbstündigem Rhythmus zwischen den Gaststätten, damit die Teilnehmer den eigenen Wagen zu Hause stehen lassen können - schließlich gehört auch der beliebte Kartoffelschnaps wieder zum Repertoire des Kartoffelfests. Wer sich in mindestens vier Lokalen einen Stempel abholt, nimmt automatisch an einer Verlosung teil. Zu gewinnnen gibt es — na klar — ein Kartoffelmenü für bis zu zehn Personen.

Der Abend soll natürlich nicht nur deftig werden, sondern auch Spaß machen, denn in den Mai getanzt wird schließlich auch noch. Und deshalb warten in allen fünf Gastronomien Partybands auf die Teilnehmer der Eärpelstour. Im „Haus Kleinlosen“ spielen die „Oerdingsche Jonges“, im Lokal „Schwarzes Pferd“ die „Old Diamonds“ und im „Restaurant Gut Heyenbaum“ die Coverband „Welcome“. In „Haus Ritte“ und „Gasthaus Marcelli“ sorgen Jan van Kempen und „Take Two“ für Stimmung.