Spenden erleichtern die Grabpflege

Spenden erleichtern die Grabpflege

Bürger stiften acht Handkarren für den Friedhof.

Krefeld. „Wenn man im Frühjahr oder Herbst die Bepflanzung erneuert, ist das eine ganz schöne Schlepperei“, sagt Werner Reschke vom Bürgerverein Uerdingen.

Ab sofort müssen Erde und Pflanzen nicht mehr mühevoll zum Grab getragen werden. Insgesamt acht Handkarren erleichtern das Gärtnern auf dem Uerdinger Friedhof. Jeweils vier Transportkarren stehen an beiden Eingängen bereit. Zwei Karren hat der Bürgerverein gespendet. Dieser ist auch Initiator der Aktion. „Im Dezember hatte ich die Idee, nach Sponsoren zu suchen“, sagt Reschke. Als Vorbild diente dabei der Bockumer Friedhof.

Nach erster Kontaktaufnahme mit dem Grünflächenamt war klar, dass in Zeiten des Nothaushalts mit finanzieller Unterstützung seitens der Stadt nicht zu rechnen ist. Also warb der Bürgerverein um Spender für das Handkarren-Projekt. Schnell waren fünf spendenwillige Uerdinger Akteure gefunden. Darunter auch die Gebrüder Lutz (Café Ambiente) und Julius Zecher (Bestattungen Zecher).

„Wir wollen den älteren Leuten eine Unterstützung geben und ihnen die Grabpflege erleichtern“, sagt Lutz Zecher, und Julius Zecher ergänzt: „Es sollte eigentlich ein Standard sein, dass Handkarren und Gießkannen auf einem Friedhof vorhanden sind.“

Jede Karre ziert ein kleines Schild mit Hinweis auf den Spender. Insgesamt 1237 Euro wurden in das Projekt investiert. Das Grünflächenamt übernahm die Materialbeschaffung und den Aufbau der Handkarren-Stationen. pasch

Mehr von Westdeutsche Zeitung