Roboter Nao setzt auf das Kindchenschema
Bei Dujardin staunen die Besucher über Matthias Melchers Programmierkünste und andere kreative Leistungen.
Krefeld. Eine kleine Menschentraube steht im Atelier von Matthias Melcher. Hier und da hört man es tuscheln, ein erstauntes „Oh“ und „Ah“ macht die Runde. Der Grund dafür ist 64 Zentimeter groß, hat 28 Motoren, vier Mikrofone und zwei Kameras: Nao, der kleine Roboter, der sowohl laufen als auch reden kann. „Bisher ist es noch ein reines Forschungsprojekt“, sagt Melcher, Inhaber der Weinbrennerei. Er bringt Nao all die „Kunststücke bei, die die Besucher so zum Staunen bringen.
Elf Künstler, die bei Dujardin ihre Ateliers haben, öffnen ein Wochenende lang ihre Türen für Interessierte. Auf drei Etagen gibt es Einblicke in die kreative Arbeit von Malern, Fotografen, oder eben Programmierern wie Matthias Melcher.
Der kleine „Nao“ mit den freundlichen Augen reagiert auf Melchers Stimme und führt gelehrig seine Anweisungen aus: Er singt „Happy Birthday“ und läuft ein Stückchen an Melchers Hand. „Natürlich ist es nur ein Computer, aber er wächst einem schon irgendwie ans Herz“, erzählt der Programmierer. Man entwickle die Tendenz, mit dem Computer zu sprechen, sagt er und lacht. „Das Kindchenschema funktioniert bei ihm perfekt.“ Nao, der zurzeit 35 000 Euro kosten würde, wäre er frei verkäuflich, soll irgendwann im Haushalt mithelfen. Bis es soweit ist, dauert es aber noch. Erst mal soll er ohne Hilfe laufen lernen.