Krefeld: Fünf Projekte, die 2020 in Uerdingen wichtig werden

Krefeld : Fünf Projekte, die 2020 in Uerdingen wichtig werden

Spannende Zeiten für Krefelds Stadtteil am Rhein. Eine Auswahl an Entwicklungen, die bald anstehen.

Zahlreiche Entwicklungen und Projekte tauchen am Horizont der Rheinstadt auf. Zusammen mit dem Bezirksvorsteher Jürgen Hengst (SPD) hat die Redaktion der Westdeutschen Zeitung fünf Projekte ausgewählt, die im kommenden Jahr Fahrt aufnehmen könnten – ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Herbertz-Häuser/Quartierszentrum

Konkret geworden ist die Sanierung der Herbertz-Häuser. Die beiden äußeren städtischen Gebäude am Marktplatz sind eingerüstet worden. Zunächst geht es um eine Sanierung der Fassade und der Fenster. Ab Mitte  des nächsten Jahres könnten diese ersten Arbeiten abgeschlossen werden, erklärt Bezirksvorsteher Jürgen Hengst. Die Innenarbeiten könnte „stand jetzt“ dann 2021 folgen. Die Bezirksverwaltungsstelle werde umziehen müssen. Anvisiert werde dafür ein hinteres Gebäude Ecke Krefelder Straße/Untere Mühlengasse. Zuvor soll ein neues Nutzungskonzept für das Gebäude der ehemaligen Bücherei (Am Marktplatz 5) folgen. Dort ist im Sommer das Stadtumbaubüro eingezogen. Das Konzept könnte laut Hengst Mitte Dezember vorgestellt werden. Eine „Ausleihmöglichkeit der Bibliothek“ sei dabei gesetzt. Hengst versuche, darauf hinzuwirken, dass es Mitte 2020 Beschlüsse zu einer möglichen Planung gibt.

Rheinblick

Seit Jahren wird auf einen möglichen Beginn für das prestigeträchtige Wohnprojekt Rheinblick am Uerdinger Rheinufer gewartet. Stadt, Chempark und Investoren führen Gespräche, um eine gemeinsame Lösung zu finden. Schallschutz und Abstände zum Chempark sind dabei Themen. Ziel ist ein Bebauungsplan, der eine mögliche Lösung rechtssicher und dauerhaft abbilden könne, so Jürgen Hengst. Wird es diese im nächsten Jahr geben? Es sei nicht ausgeschlossen, dass es im Jahr 2020 zu einem Satzungsbeschluss komme, so Hengst.

Rheinbrücke

Spannend wird es auch beim Thema Rheinbrücke. Bis Ende diesen Jahres soll eine erste Sanierung abgeschlossen, das Lkw-Verbot aufgehoben werden. Anfang der Woche starteten die ersten Maßnahmen. „Um die Arbeiten so schnell wie möglich zu beenden, werden nicht nur vier Hubarbeitsgeräte eingesetzt, sondern es ist auch ein Zwei-Schicht-Betrieb vereinbart, teilte Straßen.NRW-Projektleiter Stephan Huth dazu mit. Nach Baustelleneinrichtung sollte ab Mitte der Woche „in luftiger Höhe“ mit der Sanierung der Schäden an den Unterseiten der Fahrbahnplatten begonnen  werden. Diese Sofortmaßnahme koste rund eine Million Euro. Im Jahr 2020 folgen weitere Sanierungsarbeiten. Mitte des nächsten Jahres könnte es auch eine erste Tendenz dazu geben, wie die Vierspurigkeit der B288-Querung hergestellt werden könnte, ob die alte Rheinbrücke dafür weiter genutzt werden könnte.

Unteres Werft

Laut Jürgen Hengst könnte es noch im ersten Halbjahr 2020 einen Planungswettbewerb zum unteren Rheinwerft  – unterhalb der Promenade – geben. Ein Projekt zum Stadtumbau Uerdingens, das für mehr Aufenthaltsqualität am Rhein sorgen soll. Möglichkeiten für Veranstaltungen oder Angebote im Bereich Gastronomie seien unter anderem denkbar.


Parkraumkonzept

Durch das Parkraumkonzept sollen Berufspendler aus dem inneren Bereich Uerdingens herausgehalten werden. Die Parkplatz-Situation für Anwohner soll sich entspannen. Letztere sollen mit entsprechenden Ausweisen parken können. Die Aussicht: Uerdingens Zentrum wird für Anwohner und Kunden attraktiver, so Hengst. Laut einem Sachstandsbericht der Verwaltung könnten frühestens im Herbst 2020 Parkscheinautomaten und Beschilderungen geliefert und eingebaut werden. Zudem soll mit der Herausgabe von „Bewohnerparkausweisen“ begonnen werden. Ab 2021 könne dann – wenn alles nach Plan läuft – mit der Bewirtschaftung der Parkflächen begonnen werden.

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