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Uerdingen: Kein Feuerwerk vom anderen Rheinufer bei der Kirmes

Uerdingen : Kein Feuerwerk vom anderen Rheinufer bei der Kirmes

Stadt begründet Entscheidung mit fehlendem Sicherheitskonzept. SPD fordert Umzug der Zollabfertigung in den Hafen.

Krefeld. Das wird vielen Bürgern sicher nicht gefallen: Wenn vom 23. bis 26. Juli Kirmes in Uerdingen ist, dann soll das Feuerwerk wieder vom Dach des Rathauses und nicht vom Mündelheimer Rheinufer abgebrannt werden, das teilte Uerdingens Bezirksvorsitzender Jürgen Hengst jetzt in der Sitzung der Bezirksvertretung mit.

Die Verwaltung begründet ihre Entscheidung mit dem nicht vorhandenen Sicherheitskonzept, für das, so Hengst, „Geld und Kapazitäten“ fehlten. Ohne Sicherheitsmaßnahmen wie Absperrungen könne man nicht ausschließen, dass Kirmesbesucher beim Anschauen des Feuerwerks in den Rhein fallen.

Angela Schoofs (SPD) betonte, sie bedauere die Entscheidung der Stadt — auch wenn sie die Gründe nachvollziehen könne. „Wenn Uerdingen das Einfallstor zu Krefeld sein soll und wir die Stadt attraktiver machen wollen, dann muss dafür schnell ein Sicherheitskonzept her“, so Schoofs. Das könne man etwa im Integrierten Handlungskonzept für den Stadtteil verankern, „damit wir in 2017 Veranstaltungen auf Grundlage eines solchen Konzepts planen können“.

Ulrich Lohmar (CDU) zeigte da weniger Verständnis: „Vorletztes Jahr soll jemand vor dem Rathaus von einer herabfallenden Rakete verletzt worden sein. Vom Deich ist noch keiner heruntergefallen, als das Feuerwerk noch von der anderen Rheinseite gezündet wurde.“ Partei-Kollege Elmar Jakubowski forderte: „Wir sperren das Werftgelände, dann kann man das Feuerwerk auch von der anderen Seite des Rheins abfeuern, das muss doch möglich sein!“

Er fürchtet: „Wenn wir die Entscheidung wieder herausschieben, dann kommt Ende des Jahres der Nikolaus und wir stehen vor dem selben Problem.“ Hengst sicherte zu, den Vorschlag, das Werftgelände abzusperren nochmals bei der Verwaltung anzubringen — jedoch ohne große Hoffnung auf Erfolg in diesem Jahr.

Beschäftigt hat die Mitglieder Bezirksvertretung erneut die Lkw-Parkplatzsituation am Hafen: Für Fahrer, die am Castellweg übernachten, gibt es dort weder eine Möglichkeit, Müll zu entsorgen, noch zur Toilette zu gehen. Die Stadt habe zugesagt, Papierkörbe entlang des Castellwegs aufzustellen.

Die Stadt und der Hafen seien derzeit in Gesprächen darüber, auf Kosten des Hafens eine betreute Sanitäranlage einzurichten — bis eine andere Lösung gefunden sei. Die SPD stellte den Antrag, einen Lkw-Parkplatz und die Zollabfertigung ganz in den Hafen zu bringen.