Karnevalsverein sucht Prinzenpaar

In der Rheinstadt dürfen sich auch Jecke aus anderen Gemeinden bewerben.

Uerdingen. An Karneval denkt jetzt keiner. Nur die Karnevalisten sind schon wieder aktiv und die in Uerdingen haben ein Problem. „Wir haben für die kommende Session kein Prinzenpaar“, klagt Dirk Busenbecker, der Vorsitzende des Karnevalszugvereins (KZV). „Das Paar, das die Funktion übernehmen wollte, hat aus persönlichen Gründen abgesagt.“

Das Motto vieler Karnevalisten: „Einmol Prinzenpaar zu sinn, in Oeding am Rhing . . .!“ scheint zurzeit nicht richtig zu ziehen. Dabei gibt es für die folgenden Sessionen bis 2019 Bewerber um das höchste karnevalistische Amt. „Wir gehen bei der Suche jetzt den Weg über die Öffentlichkeit, weil immer alle glauben, in Uerdingen läuft es.“

„Echte Jecke“ werden als Nachfolger von Hajo I. und Gaby II. gesucht. Wer sich als Prinzenpaar der Rheinstadt Uerdingen berufen fühlt und sich bewerben möchte, muss nicht aus Uerdingen kommen. „Wenn das Paar einen Bezug zur Rheinstadt hat, wäre das jedoch schön.“ Die Tollitäten müssen auch nicht verheiratet sein. Ein Muss ist aber der Spaß am Karneval.

„Wer vom 11.11.2014 bis Aschermittwoch 2015 nichts anderes vorhat, kann sich bewerben“, fordert Busenbecker die Narren in Wartestellung auf. Ein Höhepunkt der Session ist der stets umjubelte Tulpensonntagszug. Wie viel Geld ein Paar investiert hänge von ihm selbst ab, erklärt der Vorsitzende weiter. Sollte kein Prinzenpaar zu finden sein, würden die Uerdinger Narren auch mit einem Solo-Prinzen oder einer Solo-Prinzessin in die Session 2014/15 gehen. „Oppum hat mit seiner Prinzessin gezeigt, dass dies gut geht.“

Zwar gibt es schon Pläne, wie der Uerdinger Karneval auch ohne Tollitäten klar kommt, doch vielleicht steht schon ein Paar zur Kirmeseröffnung am dritten Juli-Wochenende auf dem Rathaus-Balkon. Insider wissen dann: Oeding am Rhing hat wieder ein närrisches Paar, das am 15. November inthronisiert werden kann. cf

Mehr von Westdeutsche Zeitung