Begegnung : Flüchtlingscafé bringt Menschen zusammen
Bei dem Angebot der katholischen Gemeinde St. Nikolaus geht es nicht nur darum, Deutsch zu lernen.
Krefeld. Die alte Bücherei in Uerdingen ist geschlossen. Hier können keine Romane oder Nachschlagewerke mehr ausgeliehen werden. Das heißt aber nicht, dass gar kein Leben im Haus ist und Bücher keine Rolle mehr spielen. Denn dienstagsmorgens und freitagsabends ist die alte Bücherei Anlaufpunkt für Flüchtlinge. Dort lernen sie Deutsch, können die Sprache bei zwanglosen Unterhaltungen ausprobieren, erhalten Hilfe in fast allen Lebenslagen und knüpfen Kontakte bei Kaffee, Tee und Plätzchen.
Ein fester Helferstamm von sechs engagierten Privatleuten kümmert sich um das Angebot der katholischen Kirchengemeinde St. Nikolaus, das in Kooperation mit dem Flüchtlingskoordinator Hansgeorg Rehbein stattfindet. Michaela Calabrese Lewicki hat das „Café UE“ nach einem in Gartenstadt als zweites gestartet. „In diesem Begegnungscafé wird nicht nur Deutsch geübt. Es bringt die Menschen zusammen, auch bei unseren Themen-Nachmittagen.“
So fand mit Stadtführer Ulrich Pudelko ein Gang durch „Krefeld, meine Stadt“ am Tisch statt oder es ging um „Meine Rolle in der Familie“. Auf der anderen Seite zeigen sich auch die neuen Mitbürger engagiert. „Nisreen und Radwan Bakko aus der syrischen Hauptstadt Damaskus haben schon zu Linsensuppe mit Croutons und Taboulé, einem landesüblichen Salat, eingeladen“, sagt Barbara Pöhler, eine der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen.