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1918 erfolgte die Erhebung des Uerdinger Gymnasiums zum Realgymnasium

Feier : Fabritz: 100 Jahre Schultradition

1918 erfolgte die Erhebung des Uerdinger Gymnasiums zum Realgymnasium. Allerdings bekam es erst 1955 den Namen seines Stifters, des Kölner Weihbischofs Laurentius Fabritius Urdigensis. Am Mittwoch wird gefeiert.

Das Fabritianum, die älteste höhere Schule der Stadt, erinnert sich in diesen Tagen an die 1918 erfolgte Erhebung zum Vollgymnasium. Seinerzeit erhielt die altehrwürdige Schule erstmals das Recht, Schüler zum Abitur zu führen. Sie durfte sich „Realgymnasium zu Uerdingen am Rhein“ nennen. Die Annalen listen 34 Jungen auf, die 1918 zugelassen und 1922 zum Abitur geführt werden konnten.

Seitdem fühlt sich das Uerdinger Gymnasium, im Gegensatz zu den damals weit verbreiteten Lateinschulen, den modernen Fremdsprachen und Naturwissenschaften verpflichtet. Erst im Jahre 1977 werden Mädchen aufgenommen, die heute 51 Prozent der Gymnasiasten stellen. Den Namen ihres Stifters, des Kölner Weihbischofs Laurentius Fabritius Urdigensis, trägt die Schule erst seit dem Jahre 1955. Damals beging die ehemals selbstständige Rheinstadt ihr 700-Jähriges Bestehen.

Abiturienten haben sich in hundert Jahren verdreifacht

Heute besuchen fast 950 Schüler das Gymnasium. 1954 wurde an der Fabritiusstraße ein Neubau bezogen, der noch heute als „Altbau“ genutzt wird. Direktor Eric Mühe hat für Mittwoch, 28. November, um 19 Uhr ins Pädagogische Zentrum eingeladen. Mit Abordnungen der Schülerinnen und Schüler, Eltern, Ehemaligen und Ehrengästen will man mit einem gehaltvollen Programm das Ereignis „feiern“.

Aber man will nicht nur zurückschauen, der Blick in die Zukunft ist ebenso wichtig. Mühe, der seit 16 Jahren an der Schule wirkt, zuletzt als Stellvertreter von Horst Obdenbusch: „Als MINT-Schule mit ausgeprägtem Profil in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, haben wir uns mit dem Jahr der Digitalisierung und der Idee eines Schülerlabors einiges vorgenommen“. Und sein Kollege Thomas Tillmann ergänzt: „Ein gutes Beispiel ist der USB-Stick, der statt gedruckter Schulchronik die Ereignisse der letzten hundert Jahre festhält“. Der Abend beginnt mit der Schulhymne „Du bist, was Du bist“. Erwartet werden Grußworte von Staatssekretär Mathias Richter vom NRW-Ministerium für Schule und Bildung und der Bürgermeisterin Karin Meincke.

Die Schüler haben sich ebenfalls ins Zeug gelegt und bringen sich beispielsweise ein unter dem Motto „Das Fabritz aus der Sicht der Fünftklässler“. Schon viele Wochen haben sie sich mit dem Thema befasst. Auf einem Großplakat mit dem Tenor „Miteinander zum gemeinsamen Ziel“ geben sie ihre Meinung kund:

„Das ist meine Schule – Ich finde es schön, dass die Schule so vielfältig ist“.