Streit um Hafen - Meerbusch ist sauer auf Krefeld

Streit um Hafenansiedlung: Meerbusch ist sauer auf Krefeld

Das gemeinsames Vorhaben einer Hafenansiedlung der Stadt Krefeld und Meerbusch könnte auf der Kippe stehen. Meerbusch ist über die Ansiedlung der Caratgas GmbH nicht glücklich.

„Krefeld drückt egoistisch die eigenen Interessen durch“, „Die CDU-Fraktion stellt sich die Frage, wie es in Zukunft eine kooperative nachbarschaftliche Vorgehensweise der beiden Städte geben kann“ – die Fraktionen in der Nachbarstadt Meerbusch sind über die Ansiedlung der Caratgas GmbH sowie deren Vorhaben ohne Genehmigung mit dem Bau frühzeitig zu beginnen nicht glücklich. Genauso wenig wie viele Anwohner in Gellep-Stratum. Während sich die einen um mögliche Umweltschäden und das „egoistische Verhalten“ der Stadt Krefeld sorgen, bereitet den anderen die Sicherheit Kopf zerbrechen.

Die Rede ist von offenen
und konstruktiven Gesprächen

Dass die Stimmung in Meerbusch wieder gekippt ist, nehmen die Krefelder Ratsfraktionen der SPD, CDU und Grünen mit Bedauern zur Kenntnis. Vor allem weil „der Krefelder Politik“ unterstellt würde, nicht mit offenen Karten gespielt und Krefelder Interessen „durchgedrückt“ zu haben. Genau diesen Eindruck hatten die Parteien in immer wieder stattfinden Sitzungen vermeiden wollen. Man habe den Eindruck gehabt, dass sich in den Gesprächsrunden zum Interkommunalen Gewerbegebiet durch den offenen und konstruktiven Austausch ein neues Vertrauensverhältnis zwischen der Verwaltung und der Politik von Meerbusch und Krefeld ergeben hätte.

„Deshalb haben wir (die Ratsfraktionen) zu Beginn des Jahres, als sich die Pläne von Westfalengas konkretisierten, als Vertreter der Krefelder Politik im Aufsichtsrat der Hafen GmbH die Geschäftsführung gebeten, die Meerbuscher Verwaltung frühzeitig über die Pläne zu informieren, bevor sie öffentlich diskutiert werden“, heißt es in einem Schreiben.

Alle Entscheidungen, Schriftverkehre und Überlegungen seien transparent vonstatten gegangen. Noch mehr: Am 9. Juli wurde das Projekt öffentlich in der Museumsscheune in Linn vorgestellt.

Bei einem Eröterungstermin am 11. Oktober will die Meerbuscher Verwaltung ihre Sorgen noch einmal mitteilen.

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