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Oppum: Tolles Schützenfest mit kölschen Tönen

Brauchtum : Für König Björn lachte die Sonne beim Oppumer Schützenfest

Seit Donnerstag gibt schmissige Marschmusik im Ort den Ton an. Es gibt aber auch rockige Klänge aus Köln.

. Viel schmissige Marschmusik und einige rockige Töne haben das gesamte Wochenende in Oppum bestimmt: Die St. Sebastianus Schützen-Gesellschaft zog ein Schützenfest auf, das sich wahrlich sehhen lassen konnte. „Wahnsinn, der Zug ist ja wirklich unglaublich lang“, staunte am Sonntagabend ein Zaungast der Parade auf der Maybachstraße.

Doch der Reihe nach: Am Donnerstagabend um exakt 19.09 Uhr entspannte sich Hans-Joachim Hofer, der Brudermeister der Oppumer Schützen, als er verkünden konnte: „Das Schützenfest ist eröffnet“. Auf dem Ekendonk vor dem Haus des Schützenkönigs Björn (Bützer) stand eine große Schar mit Fahnen und Standarten, um dem Herrscher zu huldigen. Man hatte sich auf dem Buschdonk vor der evangelischen Auferstehungskirche versammelt und war dann „mit klingendem Spiel“ an den fähnchen- und rosengeschmückten Grundstücken vorbei zum Königshaus marschiert.

Michael Kempkes hatte seine Kameraden im Griff

Die Polizistin Sylke und ihr Kollege Andreas aus Uerdingen begleiteten den Aufmarsch und die Anlieger und Nachbarn klatschten wohlwollend. Im Beisein des diesjährigen Schirmherrn, dem für Krefeld zuständigen Bundestagsabgeordneten Ansgar Heveling (CDU) und des Präses Pfarrer Hans Russmann hieß es dann: „Stillgestanden, das Gewehr über!“ Michael Kempkes, der stellvertretende Brudermeister der St. Sebastianus Schützen-Gesellschaft 1652 Krefeld-Oppum, hatte seine Kameraden gut im Griff. Dann wurde es feierlich. Unter den Klängen des Defiliermarsches „Seht, da kommt der König“ schritt Björn I. die lange Front ab. Mit dabei Königsgattin Tanja und Tochter und Schülerprinzessin Zoe.

Mit dem Trommlerkorps
in den Abend

Nach der feierlichen Prozedur im Abendsonnenlicht führte der Weg weiter zur Totenehrung und zur St. Karl-Borromäus-Kirche. Dort gab es eine Serenade mit dem Pfarrorchester St. Andreas Gellep-Stratum. Auf dem Ekendonk war inzwischen wieder Ruhe eingekehrt. Nur das Schild Königsallee erinnert noch an das Ereignis.

Am Freitag feierten die Schützen im Zelt auf dem Festplatz dann einen „Kölschen Abend“. Ein bisschen fühlte der sich wie Karneval an, denn die bekannte Kölner Band „Kasalla“ („Stadt met K“) spielte auf dem Festplatz an der Kronlandbrücke in Oppum. Da ging die ab 20.30 Uhr so richtig rockige Post ab.

Am Samstagnachmittag gab’s einen Empfang im Pfarrsaal von St. Karl Borromäus auf dem Fungendonkt. Pünktlich um 18.30 Uhr zog dann das Bataillon zum Festzelt, wo der große Schützen- und Heimatabend stattfand. Mit dabei die Band „Dolce Vita“.

Der Sonntag begann mit einem Gottesdienst im Festzelt und nachfolgendem Frühschoppen. Der von allen schon sehnsüchtig erwartete Festumzug machte sich dann um 16 Uhr am Königshaus auf den Weg und endete auf der Werkstättenstraße. „Zum Glück ist es heute nicht so stickig wie am Samstag, sonst hätte es bestimmt einige Hitzeopfer gegeben“, freute sich ein Teilnehmer.

Um 17.30 Uhr war dann die Parade auf der Maybachstraße. Als König Björn an den zahlreichen Zuschauern vorbei zog, schaute sogar die Sonne heraus. Unterhaltung und Tanz folgten am Abend mit den Coverbands 1212 und Lewinsky.