Oppum: Verein baut eine Hütte zu Füßen der Geismühle

Oppum: Verein baut eine Hütte zu Füßen der Geismühle

Mitglieder des Vereins schaffen für Schulklassen und Besucher des etwa 700 Jahre alten Bauwerks einen wetterfesten Treffpunkt.

Krefeld. Mitglieder des Bauvereins Geismühle Krefeld-Oppum bauen seit einigen Tagen eine Holzhütte zu Füßen der Geismühle. Seit Mittwoch vergangener Woche entsteht das Schulungshaus für Kindergärten, Schulklassen und andere Besucher, die zu Mühlenführungen nach Oppum kommen. Rund 15 000 Kinder, Frauen und Männer sind das im Jahr. „Und die sollen in Zukunft vor Regen geschützt sein und vor dem Lärm der Autobahn, wenn wir beispielsweise vor den Mühlen-Führungen einiges erklären“, sagt Hans Winter, Schatzmeister des Bauvereins Geismühle Krefeld-Oppum.

Auf 70 Quadratmetern ist in dem Fertighaus, das für die Bedürfnisse des Vereins etwas verändert wird, Platz für etwa 40 Gäste. Außerdem werden Toiletten und eine Theke eingebaut. „Die brauchen wir, wenn die Raststätte Geismühle auf dieser Seite geschlossen wird“, sagt Willi Hanenberg, der zweite Vorsitzende, über die Pläne von Straßen.NRW die Raststätte der A 57 in Richtung Köln aufzulösen und in Fahrtrichtung Nimwegen groß auszubauen.

60 000 Euro gibt der Bauverein für die notwendigen Tiefbauarbeiten, das Vergraben des Abwassertanks und die Holzhütte aus. Dafür sammelt er Spenden. Der Rest läuft über Eigenleistung. Die Balken für den späteren Boden liegen schon. Die Seitenwände stehen. Bis Samstag wollen die acht Helfer das Dach so geschlossen haben, dass der Dachdecker kommen kann. Dieses Team aus Vereinsmitgliedern — alles gelernte Handwerker oder anderweitig handwerklich Begabte — will in drei Wochen fertig sein.

Dann kann der Verein seine Gäste alleine versorgen, ist unabhängig. Aber die Tatsache, dass ihre Mühle in Zukunft nicht mehr von der Autobahn erreichbar sein soll, schmeckt den Vereinsmitgliedern weiterhin gar nicht. „Wir haben gegen die Pläne von Straßen.NRW ein Veto eingelegt“, sagt Hanenberg, „aber leider immer noch nichts gehört.“ Würde der Landesbetrieb das Projekt so umsetzen, wie im Mai vorgestellt, dann wäre die Geismühle nur noch über einen Versorgungsweg erreichbar, den bisher nur Personal und Lieferanten der Raststätte nutzen.