Baumaßnahmen : In Linn entstehen 38 Wohnungen

Auf der Jahreshaupversammlung des Bürgervereins Linn wurde das Bauprojekt vorgestellt.

Linn und der Lärm. Dieses Thema treibt die Verantwortlichen des zuständigen Bürgervereins stetig um. So versuchen sie derzeit, sämtliche offiziellen Daten über die Verkehre in Linn und seiner Nachbarschaft zu erhalten.

„Die Lärm- und Verkehrsproblematik wird unaufhörlich mit Politikern und Verwaltung  erörtert“, berichtet Vorsitzende Ursula Giebels bei der Jahreshauptversammlung des Vereins. In diesem Zusammenhang steht auch der Bau des Trailer Ports.

„Der Bürgerverein beabsichtigt, weitere Informationsveranstaltungen zum Bau des Trailer Ports Krefeld durchzuführen“, kündigt Giebels in ihrem Geschäftsbericht an. „Wir betrachten den Bau in seiner Gesamtheit mit Ausbau B 57 und B 288, Eisener Rhein, der Ansiedlungen unterschiedlichster Unternehmen im Hafen, die von Lkw angefahren werden, der Vermeidung der Hafensüdanbindung und dem Umgang mit dem so genannten ruhenden Lkw-Verkehr in und um Linn.“

Gesundheitsgefahren
sollen minimiert werden

Der Bürgerverein setze sich bei dem Bau des Ports für den Schutz der Bürger und der Umwelt ein. Giebels: „Vor allem die Gesundheitsgefahren durch Lärm, Luftverschmutzungen und Erschütterungen sind zu minimieren. Die Zu- und Abfahrten der Lkw-Verkehre dürfen nicht über die Carl-Sonnenschein-Straße erfolgen.“

Weiteres Thema: „Das Pflaster nimmt einen unerträglichen Zustand an. Ausbesserungsarbeiten erfolgen derzeit nach Ansicht des Bürgervereins nur noch mit Sand. Die Bezirksvertreter hatten die Zusage der Sanierung der Rheinbabenstraße mitgeteilt, jedoch ist noch nichts geschehen“, so Giebels.

Freude herrscht hingegen über das Hinweisschild auf den Stadtteil an der Autobahn in Höhe des Rastplatzes in nördlicher Fahrtrichtung. Dafür hätten der frühere Museums-Chef, Christoph Reichmann, und die Museumsfreunde fast 15 Jahre lang gekämpft.

Peter Schwarz, Geschäftsbereichsleiter der Wohnstätte, berichtete auf der Sitzung über die Bautätigkeiten im Stadtteil. „Derzeit werden zwischen Königsberger- und Tilsiter Straße, hinter der Lärmschutzwand und neben dem Torhaus, zwei Baukörper mit vier Eingängen errichtet. Dort entstehen 38 Wohnungen von 42 bis 88 Quadratmetern für Einzelpersonen bis zu Familien.“ Die beiden Gebäude passten sich in der Klinkerfarbe dem Torhaus an.

Mit diesem Wohnungsmix habe sich das Unternehmen dem derzeitigen Bedarf angepasst, berichtet Schwarz weiter. Es handele sich hier um öffentlich geförderte Wohnungen. Das Vorhaben, dort Einfamilienhäuser zu erreichen, sei bereits vor Jahren aufgegeben worden.

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