Linn : Die lange Mängelliste von Linn

Der Bürgerverein hat der Verwaltung eine ganze Reihe an Fragen zum Stadtteil vorgelegt – und jetzt Antworten erhalten.

Die Mitglieder des Bürgervereins Linn sind umtriebig. Erst in der vergangenen Woche hatten die Ehrenamtler ihre Auswertung zu Tempomessungen an der Königsberger Straße öffentlich gemacht. In der Sitzung der Bezirksvertretung Oppum/Linn wird morgen ein ganzer Fragenkatalog des Bürgervereins zum Stadtteil von der Verwaltung und dem Kommunalbetrieb Krefeld (KBK) beantwortet. Unsere Redaktion hat die wichtigsten Punkte zusammengefasst.

Friedhofsweg

Der Bürgerverein will wissen, wie weit die Planungen für den Friedhofsweg vorangeschritten sind. „Die neue Friedhofszuwegung sollte in die politische Beratung eingebracht werden. Es liegen leider aktuell keine Erkenntnisse vor, ob dies bereits geschehen ist“, heißt es dazu von der Verwaltung.

Verschließen des Friedhofs bei Nacht

„Der Friedhof kann leider nicht mehr verschlossen werden, da die Stelle des Schließers leider vakant ist.“ Die Suche nach einem geeigneten Nachfolger sei bislang nicht erfolgreich gewesen. Obwohl der Friedhof derzeit nicht verschließbar sei, käme es bislang nicht zu einem Anstieg bei Diebstählen und Vandalismus.

Pflaster im historischen Stadtkern

Der Zustand des Pflasters im historischen Stadtkern von Linn – mit seinen Gefahrenstellen – ist dem Kommunalbetrieb Krefeld und dem Tiefbauamt nach eigenen Angaben bekannt. Der Bürgerverein hatte kritisiert, dass solche Gefahrenstellen oftmals nur provisorisch ausgebessert würden. „In der Tat werden mangels finanzieller Mittel Gefahrenstellen im historischen Pflasterbereich oft nur mit Asphalt ausgebessert, was nicht fach- und sachgerecht ist. Eine entsprechende Sanierung setzt politische Beschlüsse, vorhandene Haushaltsmittel und die Beauftragung von entsprechend sach- und fachkundigen Firmen voraus“, heißt es in dem Antwortschreiben.

Fahrradweg Westpreußenstraße

Der Neubau eines Fahrradwegs auf der Westpreußenstraße ist für 2019 nicht vorgesehen. Auch hier fehlen politische Beschlüsse und Haushaltsmittel.

Zustand im Burgpark

Die Wege des Burgparks befinden sich in einem verkehrssicheren Zustand. Das Befahren der Wege für Pflege und Reinigung lässt sich nicht vermeiden. Die Wege seien dafür ausgelegt, so die Verwaltung. Im Rahmen der Pflege würden regelmäßig Stolperkanten entfernt und Übergänge der wassergebundenen Wegedecke zu gepflasterten Flächen wiederhergestellt.

Die Hülsen der Absperrpoller im Zugang von der Margarethenstraße werden laut Verwaltung durch neue Absperrpoller ersetzt. Wegen der extremen Sommerhitze war das Laub im August von den Wiesen geholt und abgefahren worden. Die Entfernung des Herbstlaubs von den Rasenflächen erfolgt nach dem Laubfall, je nach Witterung im November und Dezember, für eine zusätzliche Laubentfernung danach stünden keine Mittel zur Verfügung. In den Flächen mit Gehölzen werde das Laub hingegen nicht entfernt.

Fehlende Rampe am Eingang der Johansenschule

Derzeit werden laut Stadt Angebote eingeholt – mit dem Ziel, die Maßnahme in der ersten Jahreshälfte 2019 umzusetzen.

Spielplatz Memeler Platz

Spielplatz Memeler Platz: Ein Umbau des Spielplatzes ist laut Auskunft aus dem Rathaus vorgesehen. Der Spielplatz wird wöchentlich gereinigt und kontrolliert. Ab 2019 sollen die Mülleimer in der warmen Jahreszeit vom 1. April bis 30. September zweimal wöchentlich geleert werden. Der Sandspielbereich sei bespielbar, die Fallschutzflächen aus Sand würden im Rahmen der Reinigung gepflegt. Im Rahmen der monatlichen Verschleißkontrolle habe man im November keine Mängel feststellen können. Das Geländer werde repariert und dann auch in diesem Frühjahr gestrichen.

Spielplatz Rathenaustraße

Der Spielplatz Rathenaustraße wird wöchentlich gereinigt und kontrolliert. Auch hier werden die Mülleimer vom 1. April bis 30. September zweimal wöchentlich geleert. Um Reingungsintervalls zu erhöhen, stünden keine Mittel zur Verfügung. Kleinere Mängel an Spielgeräten wurden festgestellt, durch die Spielplatzkolonne behoben, verschlissene Bankbretter ausgetauscht. hoss

Mehr von Westdeutsche Zeitung