Restaurant Parkhaus: Der Abriss ist beschlossene Sache

Restaurant Parkhaus: Der Abriss ist beschlossene Sache

Das Restaurant Parkhaus Oppum verschwindet von der Bildfläche. Stattdessen sollen Wohnungen unter anderem für die Lebenshilfe entstehen.

Krefeld. In den Räumen des seit fast vier Jahren leerstehenden Restaurants Parkhaus Oppum an der Werkstättenstraße 10 gehen zur Zeit wieder Handwerker ein und aus. WZ-Leser berichten auch von Baumfällungen auf dem großen Grundstück südlich des Botanischen Gartens. Allerdings lässt das nicht auf die Wiederbelebung der Traditionsgaststätte schließen.

Fest steht bislang nur eines: Das Parkhaus wird Opfer der Spitzhacke. An die Stelle der von vielen Vereinen frequentierten Gastronomie will die städtische Tochter Wohnstätte in Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe ein Wohnhaus für Menschen mit und ohne Behinderungen errichten. Dort sollen neben öffentlich geförderten Wohnungen drei Wohngruppen mit je vier behinderten Menschen eingerichtet werden, für die die Lebenshilfe die Miete an den jetzigen Eigentümer Wohnstätte bezahlt..

Im Frühjahr 2012 ging das Parkhaus einschließlich des Erbbaurechts im Rahmen einer Versteigerung zurück in das Eigentum der Stadt Krefeld. Die Stadt hatte dafür rund 60 000 Euro geboten. Die Stadt hatte das Haus in Erbpacht an den Tanz-Turnier-Club Philadelphia (TTC) verpachtet, der 2010 Insolvenz anmeldete. Seit September 2011 hatte die Gaststätte geschlossen.

Experten-Schätzungen gingen damals davon aus, dass für die notwendigsten Modernisierungen der Gaststätte mindestens 100 000 Euro investiert werden müssten. Nicht zuletzt aus Kostengründen hat sich für die Gastronomie kein neuer Pächter gefunden. Im Gespräch war vor geraumer Zeit auch, einen Supermarkt auf dem rund 3000 Quadratmeter großen Grundstück südlich des Botanischen Gartens zu installieren.