Container-Planung für Gellep-Stratum sorgt für Ärger

Bezirksvertretung : Container-Planung in Gellep-Stratum sorgt für Ärger

Der Bürgerverein ist nicht begeistert vom Beschluss der Politik.

In der letzten Bezirksvertretung (BZV) ist beschlossen worden, dass der bisher oberirdische Container-Standort an der Lanker/ Ecke Düsseldorfer Straße in Gellep-Stratum in einen Unterflurcontainer-Standort umgebaut werden soll. Die Stadtteil-Politiker gehen davon aus, den Anwohnern etwas Gutes zu tun. Der örtliche Bürgerverein sieht das anders. Man habe eigentlich gedacht, „das Thema wäre vom Tisch“, erklärt Kurt Hartwich vom Bürgerverein. Man habe im Vorhinein deutlich gemacht, dass der Bürgerverein diesen Standort aus verschiedenen Gründen ablehnt. Dazu gehöre ein Projekt, das bisher noch nicht öffentlich diskutiert wurde.

Es gebe Pläne für die Fläche hinter den Containern. Demnach gebe es die Überlegung den Bereich, bei dem es sich um eine sogenannte Gemeindebedarfsfläche handele, als Ortsmittelpunkt aufzuwerten. Vorstellbar wäre etwa, dort das geplante Unsesco-Welterbe „Niedergermanischer Limes“ an einem Platz im Ortskern sichtbar zu machen, erklärt Hartwich — etwa mit einem Modell des 2000 Jahre alten Römer-Kastells Gelduba und einer Sitzgruppe. Ob oberirdisch oder unterirdisch — Container passen da laut Hartwich nicht ins Bild. Als Alternative, falls der Umbau in Gellep-Stratum nicht durchführbar sein sollte, wurde seitens der Politik ein potentieller Standort am Stadtpark in Uerdingen ausgewählt. Bezirksvorsteher Jürgen Hengst gehe aber davon aus, dass der Unterflur-Umbau im Ortskern Gellep-Stratums umgesetzt wird. Ein vom Bürgerverein als Alternative vorgeschlagener Standort am Ortsrand (Ecke Düsseldorfer/Gelleper Straße) sei nach einer Vorabprüfung des Kommunalbetriebs abgelehnt worden. Der Standort im Ortskern sei laut GSAK hingegen „ideal“, hieß es in der Bezirksvertretung. Argumente seien unter anderem, dass „soziale Kontrolle“ abschreckt, Flaschen oder Pappe in Massen auch neben den Containern abzuladen. Zudem sei der zentrale Standort gut zu erreichen. Die „soziale Kontrolle“ wirke aktuell auch nicht, entgegnet Kurt Hartwich. Obwohl die Container öfter als früher geleert werden, würden trotzdem noch Pappkartons neben die Container gestellt, wenn die Behälter voll sind. Zudem gebe es am aktuellen Standort gegenüber dem Rewe-Markt nur wenig Platz zum Rangieren, die Verkehrssituation sei oftmals „spannend“.

Die letzte Sitzung der Bezirksvertretung war kurz vor der Entscheidung für den Standort im Ortskern unterbrochen worden. Ein Vertreter der Verwaltung hatte zuvor klar gemacht, dass nicht Bürgervereine über die Standorte entscheiden, sondern die BZV.

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