Britisches Flair auf Burg Linn

Auf dem Gelände der Wasserburg weht vom 11. bis zum 13. September wieder der Union Jack.

Krefeld-Linn. Pimm’s, Porridge, Pies — und natürlich das Proms Concert unter freiem Himmel: Vom 11. bis zum 13. September geht es auf Burg Linn wieder typisch britisch zu. Auch wenn die „British Days“ seit 2013 Vergangenheit sind, der neue Veranstalter, Das Agentur-Haus aus Lübeck, verspricht jede Menge British Flair: Am Freitagnachmittag, 11. September, startet auf dem Gelände rund um Burg Linn die Landmesse. Dann präsentieren Aussteller Accessoires und Antiquitäten aus Großbritannien - dazu gibt’s Fish and Chips, andere britische Klassiker, auf der Bühne spielt eine Band Irish Folk.

Die mittelalterliche Wasserburg biete die perfekte Kulisse für die Veranstaltung, findet Projektleiterin Anna Regina Grap-Schwarz. Ein Höhepunkt sei sicherlich, wenn die Philharmonie Südwestfalen unter Leitung des Londoner Dirigenten Russell N. Harris am Samstagabend ein Open Air Konzert spielt. „Das hat etwas ganz Besonderes, wenn Scheinwerfer die Burg abends anstrahlen. Gänsehautatmosphäre pur“, so Grap-Schwarz.

Und was wäre „British Flair“ ohne die schottischen Highland Games? Sowohl am Samstag als auch am Sonntag treten die Sportler zu Wettkämpfen an, am Sonntag um 18 Uhr gibt’s die feierliche Siegerehrung. Auch skurrile Sportarten stehen auf dem Programm: Besucher können sich etwa im Gummistiefel-Weitwurf üben. Von Dunlop, in Größe 43 und grün müssen die klassischer Weise sein — Rekordhalter ist übrigens mit 68 Metern kein Brite, sondern ein Finne . . .

Und dann geht es auch tierisch zu: Bei der Hütehunde-Vorführung können Besucher sehen, wie Border Collies früher in der Farmarbeit eingesetzt wurden, wenn Greifvögel von den Zinnen der Burg Linn starten, dann sind auch die Falkner nicht weit.

Obwohl Silvesterkracher Miss Sophie und ihr Butler James aus „Dinner for One“ ja eigentlich ein deutscher Klassiker sind: Bei der Veranstaltung dürfen sie trotzdem nicht fehlen. Jeweils einmal am Samstag und am Sonntag können Besucher sich das Theaterstück ansehen. Daneben gibt’s Straßentheater wie im Londoner Stadtteil Covent Garden, natürlich mit typisch britischem Humor, zwei Schauspieler auf Stelzen sorgen für Slapstick Comedy. Facepainter sind mit ihren Airbrush-Pistolen unterwegs, um kleinen und großen Besuchern den Union Jack oder die Deutschlandflagge ins Gesicht zu zaubern.

Überhaupt: „Die deutsch-britische Freundschaft wird hier spürbar“, hofft Projektleiterin Anna Regina Grap-Schwarz, auch, weil Mitglieder zahlreicher Clubs wie der Royal British Legion oder des British Business Clubs aus Düsseldorf ihr Kommen angekündigt haben, um ein bisschen in Heimatgefühlen zu schwelgen. Übrigens: 48 000 Briten leben in NRW — in Krefeld haben 256 Menschen einen britischen Pass.