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Lindenschule soll ausgebaut werden

Schule : Mehr Klassen für Grundschüler

Die Zahl steigt überall – im Bezirk West werden allein zwölf zusätzliche Klassen benötigt.

An den Krefelder Grundschulen ist in den kommenden Jahren ein unerwartet starker Anstieg der Schülerzahlen zu erwarten. Allein für den Bezirk West spricht die Stadtverwaltung von zwölf zusätzlichen Klassen und 314 Schülern, für die Platz geschaffen werden muss. „West ist mit Mitte der am stärksten wachsende Bezirk“, erklärte dazu Abteilungsleiterin Katrin Weisker vom Fachbereich Schule in der Sitzung der Bezirksvertretung mit Blick auf die Planung für den Zeitraum bis zum Schuljahr 2023/24. Der Anstieg der Schüler-Zahlen ist zum Tiel auf die gestiegene Geburtenraten zurückzuführen, aber auch auf die weiterhin hohe Zahl der Zuwanderer, nicht nur als Folge der Flüchtlingsbewegungen.

Ausbau der Lindenschule
auf drei Züge vorgesehen

Mit 57 Klassen hatte die Stadt bisher im Bezirk kalkuliert – tatsächlich werden es 69 mit insgesamt 1728 Schülern. Den konkreten Vorschlag, wo diese untergebracht werden sollte, billigten die Politiker in der Sitzung am Ende einstimmig.

Vorgesehen ist ein Ausbau der Lindenschule auf drei Züge. Drei Klassen werden so geschaffen. Weitere vier soll es an der katholischen St. Michael-Schule auf dann drei Züge geben. Räumlich optimal erscheint nach einer ersten Einschätzung der Verwaltung ein zusätzlicher Baukörper, der von beiden Schulen gemeinsam genutzt wird.

Die Gemeinschaftsgrundschule Krähenfeld soll am Teilstandort Kempener Allee um fünf Klassen wachsen. Noch vor wenigen Jahren war der Standort von Schließung bedroht, jetzt könnte er sogar eigenständig geführt werden. „Die Schule möchte den Verbund aber beibehalten“, sagte Weisker.

Fünf Ablehnungen soll es
an der St. Michael Schule geben

Der Ausbau des ehemaligen Hauptschulgebäudes Prinz-Ferdinand-Straße als Grundschule mit voller Dreizügigkeit ist schon im Mai im Unterausschusses für Schulbau, -sanierung und -ausstattung beschlossen worden. Mit den zwölf zusätzlichen Klassen soll der wachsende Bedarf vor allem in Stadtmitte gedeckt werden. Insgesamt müssen im Stadtgebiet 35 zusätzliche Klassen entstehen: „Eine ziemliche Hausnummer, so Weisker. Sie erklärte zudem, dass mit dem vorgelegten Programm eine Ganztags-Abdeckung von 60 Prozent erreicht werden könne.

Baufachlich muss nun geprüft werden, wie der konkrete Ausbau an den einzelnen Schulen erfolgen könnte.Bei der Festlegung des Aufnahmerahmens für das Schuljahr 2019/20 folgte der Ausschuss ebenfalls einstimmig der Empfehlung der Stadt. Günther Porst (FDP) kritisierte allerdings, dass acht Kinder an der Forstwaldschule abgelehnt werden sollen. Die angemeldeten 37 Kinder hätte die Bildung von zwei sehr kleinen Klassen möglich gemacht doch dafür fehle es an Personal, so die Vertreterin der Stadt. Zudem kämen vier der Schüler gar nicht aus der Stadt Krefeld.

Fünf Ablehnungen soll es an der St. Michael Schule (61 Anmeldungen) geben. Sie können aber an der Lindenschule, die ebenfalls am Gießerpfad liegt, untergebracht werden. Dort gibt es bei 63 Anmeldungen noch 37 freie Plätze.

Vier Klassen mit je 25 Kindern sollen dort gebildet werden. Die genannten fünf abgewiesenen Schüler fänden dort ebenso Platz wie bisher noch nicht angemeldete Kinder. Davon gibt es in ganz Krefeld mehr als 100. Zur Unterbringung der zusätzlichen Schüler wird das Berufskolleg Kaufmannsschule am Standort Am Konnertzfeld Räume zur Verfügung stellen.