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Unterführung: Deutsche Bahn reißt drei Brücken in Dießem ab

Unterführung : Deutsche Bahn reißt drei Brücken in Dießem ab

Am Dießemer Bruch queren seit Sonntag nur noch zwei Übergänge die Unterführung.

Krefeld. Die Unterführung auf dem Dießemer Bruch zwischen Oppumer- und Neuer Ritterstraße wird seit Sonntag nur noch von zwei Brücken überragt.

Unterführung: Deutsche Bahn reißt drei Brücken in Dießem ab

Die Deutsche Bahn hatte kurzfristig in Auftrag gegeben, die übrigen drei Brücken, die sich in ihrem Besitz befinden, von einem Dienstleister abreißen zu lassen. Dafür war am Sonntag der Dießemer Bruch für den Zeitraum der Abrissarbeiten komplett gesperrt worden. Am frühen Sonntagabend waren die Arbeiten erledigt. Seitdem führen nur noch die beiden nördlichen Brücken, über die auch der Personen-und Güterverkehr der Deutschen Bahn rollt, über den Dießemer Bruch.

Unterführung: Deutsche Bahn reißt drei Brücken in Dießem ab

„In Abstimmung mit der Stadt Krefeld war zuvor entschieden worden, die Brücken, auf denen sich keine Gleise mehr befanden und die nicht mehr genutzt wurden, abzureißen“, teilte ein Bahnsprecher der Deutschen Bahn NRW auf Nachfrage der Westdeutschen Zeitung gestern mit.

Bei der Stadt konnte man hingegen zu den Gründen der Abrisse nicht wirklich viel sagen. „Es wurden drei Brücken im Eigentum der Bahn abgerissen. Durch ein Sub-Unternehmen wurde das Vorhaben der Bahn der Stadt mitgeteilt und die nötige Genehmigung eingeholt, so dass der Dießemer Bruch am Sonntag für 24 Stunden gesperrt wurde“, teilte Stadtpressesprecher Manuel Kölker mit.

Dementsprechend ist die Stadt nicht Instandhaltungskosten aus dem Weg gegangen. Ob die Bahn hingegen durch den Brückenabriss möglichen Kosten zur Sicherung der Brücken zuvorgekommen war, konnte der Bahnsprecher nicht bestätigen.

Die Brücken liegen derzeit alle drei auf dem Bahngelände zwischen Oppumer- und Neuer Ritterstraße. Bei den Abrissarbeiten konnten sich augenscheinlich komplett erhalten bleiben. An den jeweiligen Stellen, an denen die Brücken entfernt worden waren, flattert rot-weißes Absperrband zur Fahrbahn hin. Innerhalb der Unterführung wurde der Fuß- und Radweg zur Neuen Linner Straße hin mit einem Schutzzaun versehen. „Die Hauptarbeiten sind abgeschlossen, es sind nur noch kleine Nacharbeiten zu erledigen“, sagte der Bahnsprecher.