Krefeld: Am Kaiser-Wilhelm-Park soll Kindergarten entstehen.

Planung : Neue Kita soll den alten Betriebshof ersetzen

Die Stadt plant am Kaiser-Wilhelm-Park. Anwohner befürchten deshalb mehr Lärm.

Das Grünflächenamt will seien Betriebshof am „Neuer Weg“ am Rande des Kaiser-Wilhelm-Parks aufgeben. Die Stadt Krefeld möchte die 4100 Quadratmeter große Fläche zum Bau einer neuen Kindertagesstätte nutzen. Im Rahmen der Bürgerbeteiligung zur notwendigen Änderung des Bebauungsplans habe es diverse Einwände aus der Bevölkerung gegeben, berichtet Bezirksvorsteher Klaus Menzer. In der jüngsten Sitzung des Gremiums wurden die Einwände vorgelegt.

Vor allem eine Zunahme des Verkehrs wird befürchtet. Schon Ende 2018 hatte die Stadtverwaltung dazu eine Verkehrszählung machen lassen. Ergebnis: Im Vergleich zur heutigen Nutzung als Betriebshof sei durch die Kindertagesstätte eine Erhöhung von ca. 34 Fahrten je Werktag auf ca. 152 Fahrten je Werktag feststellbar. Und weiter: „In der morgendlichen Spitzenstunde ist eine Erhöhung von ca. 17 Fahrten pro Stunde auf ca. 52 Fahrten pro Stunde prognostiziert.“ Damit liege man weiter deutlich unter den Werten von maximal 400 Fahrten pro Stunde, die für Straßen dieser Größenordnung angesetzt werden. Das erhöhte Verkehrsaufkommen, so das Fazit, „stellt keine unverhältnismäßige Belastung der Verkehrssituation dar, sondern ist eine für ein Wohngebiet typische und verträgliche Verkehrsbelastung“.

Der Kindergarten soll vier Gruppen erhalten. Einen entsprechenden Bedarf gebe es in der westlichen Innenstadt, so die Stadtverwaltung. Was sich dadurch verstärkt, dass für die städtische Kindertageseinrichtung an der Lutherische-Kirch-Straße die Betriebserlaubnis ausläuft.

Von Anliegern beklagt worden ist im Rahmen des Verfahrens auch eine zunehmende Lärmbelastung. Denn schon jetzt habe diese durch verstärkte Sportaktivitäten im Kaiser-Wilhelm-Park (unter anderem durch American Football) zugenommen. Die Stadt hält allerdings den Bau einer Kita durchschnittlicher Größe in der Nähe von Wohngebieten für zumutbar. Kinderlärm sei zudem grundsätzlich zumutbar und keine schädliche Umwelteinwirkung.

Der Entwurf zum Bebauungsplan „Betriebshof Neuer Weg“ wird dem Rat zur Aufstellung und öffentlichen Auslegung vorgeschlagen. Dies soll in der Sitzung am 6. Februar erfolgen.