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Krefeld: 2 Millionen Euro aus Kerken für Erweiterung der Gesamtschule

Schule : Kerken zahlt für Schulerweiterung in Hüls

Nachbarstadt trägt Ausbau der Robert-Jungk-Gesamtschule mit zwei Millionen Euro mit.

Bereits seit Beginn des Schuljahres 2014/15 hat die Robert-Jungk-Gesamtschule am Rahmer Kirchweg in Kerken einen Teilstandort. Ab dem kommenden Schuljahr erreichen die ersten Kerkener Schüler der Gesamtschule die Oberstufe. Diese wird ausschließlich am Standort in Hüls unterrichtet, weshalb das Schulgebäude am Reepenweg um dem zusätzlichen Bedarf gerecht zu werden derzeit einen Erweiterungsbau bekommt.

9 145 000 Euro soll der Bau inklusive Einrichtung kosten, rund 2 Millionen Euro davon soll die Stadt Kerken übernehmen. 2014 hatten sich die Städte Krefeld und Kerken in einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung auf eine entsprechende Kostenbeteiligung geeinigt, die Details sollen nun am Donnerstag in einer Zusatzvereinbarung im Unterausschuss Schulbau, -Sanierung und -Ausstattung vorgestellt und am 12. Dezember im Rat beschlossen werden.

Die Kostenverteilung soll hiernach auf Grundlage des Verhältnisses jener Schüler erfolgen, die von den Standort Kerken und Hüls in die Sekundarstufe II in Hüls übergehen. Aktuell liegt der Anteil der Schüler aus Kerken an der Robert-Jungk-Gesamtschule bei insgesamt 42 Prozent. Außerdem sollte ein gemeinsam in Auftrag gegebenes Gutachten ermitteln, in welchem Umfang der Erweiterungsbau durch die vergrößerte Oberstufe bedingt ist und welche Maßnahmen aufgrund ohnehin bestehender Raumdefizite am Standort Hüls nötig sind.

Erweiterungsbau soll in gut
einem Jahr fertig werden

Die Ergebnisse sind in die aktuelle Kostenberechnung eingeflossen. Nach Fertigstellung des Baus und Vorliegen der der tatsächlichen Übergangsquoten in die Oberstufe soll aber noch eine abschließende Kostenverteilung erfolgen. Der Erweiterungsbau soll voraussichtlich im Dezember 2020 fertiggestellt werden.

„Da noch zehn Gewerke vergeben werden müssen, kann eine genauere Aussage zu den Kosten erst nach Vergabe aller Aufträge im dritten Quartal 2020 gemacht werden“, so Stadtsprecher Timo Bauermeister. „Da in der abschließenden Kostenverteilung die Schülerzusammensetzung nach dem Durchschnitt mehrerer Schuljahre berücksichtigt werden soll, wird die finale Ermittlung und Kostenverteilung frühestens im Herbst 2024 vorgenommen, denn dann liegen die Daten der amtlichen Schulstatistik für das Schuljahr 2024/2025 vor.“

Die Kardinal-von-Galen-Schule in Aldekerk ist 2013 wegen zu geringer Anmeldezahlen ausgelaufen. Gleichzeitig plante die Stadt Kempen damals bereits eine eigene Gesamtschule ab dem Schuljahr 2014/15. Es war damit zu rechnen, dass Schüler aus St. Hubert und Tönisberg künftig eher dort angemeldet würden, anstatt an der Robert-Jungk-Gesamtschule, wodurch die Zukunft der Hülser Schule gefährdet war. Infolgedessen wurde der Teilstandort in Kerken beschlossen.