RWE-Gelände: Nicht jeder Plan kommt gut an

Discounter ist an der Prinz-Ferdinand-Straße nicht gewünscht. Neues Pflegeheim hat gute Chancen.

Krefeld-West. Vor 15 Jahren verließ die RWE-Bezirksverwaltung den Preußenring und zog nach Wesel. Damit ist auch das rund 10 000 Quadratmeter große Gelände zwischen St. Anton- und Prinz-Ferdinand-Straße frei. Seither wird um die Pläne verschiedener Investoren gestritten.

In der jüngsten Sitzung des Bauausschusses wurden erneut zwei Bauvoranfragen vorgelegt. Beide sehen den Bau eines Pflegeheimes mit 80 Plätzen und eine Erweiterungsmöglichkeit für betreutes Wohnen vor.

Ferner will der Investor an der Prinz-Ferdinand-Straße (gegenüber der gleichnamigen Schule) ein Wohn- und Geschäftshaus mit Büros und Praxen im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss errichten. In der zweiten Variante ist neben der Senioreneinrichtung ein Geschäftshaus mit Discounter im Erdgeschoß und Praxen im ersten und zweiten Obergeschoss vorgesehen.

Wie aus der Verwaltung zu erfahren ist, wird auch diese Variante der Planung wohl negativ beschieden. In der Vergangenheit hatte sich die Lokalpolitik im Westbezirk gegen einen Lebensmittelmarkt ausgesprochen. Dafür stünden 400 Meter entfernt an der Gutenbergstraße/Nauenweg genügend Angebote zur Verfügung.

Unbekannt ist, ob der Investor eine Tiefgarage eingeplant hat. Für ihn wäre das mit einem hohen Mehraufwand verbunden. Mehrfach war in der Bezirksvertretung auf den Parkplatzbedarf in diesem Bereich verwiesen worden. Strittig ist aber auch der Erhalt der meist alten Bäume an der Straße und auf dem Grundstück. Die Verwaltung verweist darauf, dass ein Teil der Bäume von einem Pilz befallen seien. Ihr Erhalt sei unklar.

Bezirksvorsteher Hans-Josef Ruhland hatte sich in den Diskussionen über das RWE-Gelände für eine Verbreiterung der St.-Anton-Straße auf dem rund 40 Meter langen und unbebauten Abschnitt eingesetzt. Der CDU-Politiker verwies auf Planungvisionen, die eine Magistrale mit Bäumen und eigenem Gleiskörper für die Straßenbahn vorsehen.

Strittig bleibt die Erschließung des Geländes. Im Gespräch waren Lösungen der Zufahrt vom Ring oder über die Prinz-Ferdinand-Straße. Beide sind problematisch, da auf dem Ring eine Linksabbiegespur in den grünen Mittelstreifen eingebaut werden müsste.

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