Mallewupp sucht ein neues Zuhause in Krefeld

Der Mitmach-Kinderbauernhof steht vor einem Neustart: personell, strukturell und vielleicht auch räumlich.

Krefeld. „Mallewupp ist nicht tot“, sagt Georg Heyne, Geschäftsführer des Mitmach-Kinderbauernhofs. Und wenn einer es nötig hat, einen Verein wieder so plakativ wieder ins Leben zu sprechen, dann hat der Tod schon vor der Türe gestanden. „Die Spatzen haben es ja von den Dächern gepfiffen“, bekennt denn auch Markus Lechner, der Vizevorsitzende. Mallewupp war offenbar dem Ende näher, als viele sich eingestehen wollten.

Jetzt wird Optimismus verbreitet. Und damit der Neustart auch richtig gelingt, hat die Mallewupp-Mannschaft zu einem Informationsabend ins Pfarrheim von St. Thomas Morus an der Kempener Allee eingeladen. Immerhin haben rund 50 Personen auf die Einladung reagiert. Darunter Kindergärtnerinnen und Lehrer. Die interessiert vor allem, ob sie mit Mallewupp sicher planen können..

Heyne gibt zu, dass die Situation für alle „nicht so ganz einfach“ ist. „In den vergangenen Wochen hat sich personell und strukturell manches bei uns verändert“, steht in der Einladung zum Info-Abend. Bis zum letzten Jahr war der e. V. ganz auf Silivia Schiratti zugeschnitten. Die Gründerin von Mallewupp scheidet Ende Februar aus, „um sich beruflich zu verändern und sich neuen Aufgaben zu stellen.“ Schon jetzt, Anfang des Monats, sitzt sie im Pfarrheim nicht mehr mit am Vorstands- und Mitarbeitertisch, sondern auf einem Stuhl in den Besucherreihen.

Mit Silvia Schiratti entschwindet auch ein Teil des Geländes, auf dem sich Mallewupp ausbreitet. Neben dem personellen Neuanfang tut sich hier gleich die nächste Baustelle auf: Das Filetstück des Hofs ist damit weg, beim Rest kann von „zusammenhängend“ kaum die Rede sein.

Die Vereinsführung hat sich auf die Suche nach einem passenden Ersatz gemacht, der nicht im Kempener Feld liegen muss. Heyne: „Das Gelände sollte auf jeden Fall gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen sein.“ Auch müssten Busse, die von Kindergärten und Schulen gechartert werden, vorfahren können. Und es darf natürlich nicht zu teuer sein.

„Wir schreiben eine schwarze Null“, beschreibt Georg Heyne die finanzielle Situation. Mallewupp beschäftigt derzeit vier Sozialversicherungspflichtige, vier „Freie“ und drei junge Frauen, die hier ihr freiwilliges ökologisches Jahr absolvieren. Der Verein ist auf der Suche nach Sponsoren, die ihm „planbares“ Geld zur Verfügung stellen, Tierpaten und Fördermitglieder. Wer möchte, dass Mallewupp weiterlebt und sich über das Programm des 1. Halbjahrs 2015 informieren will: Tel. 0172/135 39 29 und info@mallewupp.de.