Grauer 50er-Jahre-Bau wird moderne Energiesparschule

Grauer 50er-Jahre-Bau wird moderne Energiesparschule

7,1 Millionen Euro fließen in die Sanierung der Realschule an der Lewerentzstraße.

Krefeld-West. Die Albert-Schweitzer-Realschule besitzt den Charme der 50er Jahre. Die teilweise verklinkerte und verputzte Gebäudefront an der Lewerentzstraße, weist riesige Fenster auf, die die Wärme nicht halten können. Es gibt große Flure, die in ihrer Dimension überflüssig sind. Dafür fehlt die Barrierefreiheit, der Brandschutz ist mangelhaft.

Jetzt wird alles anders: Die Schule wird unter energetischen Gesichtspunkten saniert. Sie nennt sich selbst auf ihrer Homepage künftige „Energiesparschule“. Ihr schlechter baulicher Zustand muss sich dafür vollkommen ändern. Zwei Gebäudeteile werden komplett saniert, ein weiterer abgerissen und auf der Grünfläche vor der Schule neu errichtet.

Darüber hinaus werden Fenster und Heizungsanlage erneuert, das Dach erfährt eine umfangreiche Sanierung, moderne Licht- und Informationstechnik wird installiert, Verdunklungsmöglichkeiten und Sonnenschutz sind geplant. Alles passiert bei laufendem Schulbetrieb. Rund 7,1 Millionen Euro kostet die Umgestaltung samt Neubau. Mit den Plänen wird auch ein Konzept zur optimalen Übermittagsbetreuung entwickelt, das sowohl eine moderne Mensa im Erdgeschoss als auch neue Schüleraufenthaltsräume für den gebundenen Ganztag umfasst. Eine Turnhalle im ersten Stock wird über einen Aufzug zu erreichen sein. Die bestehende Halle bleibt erhalten.

Der Schulausschuss hat dem Projekt bereits zugestimmt. Die ausführenden Architekten und Planer der Schürmann Spannel AG stellten den Politikern im Gremium das Vorhaben im November vor. Da bei Bauangelegenheiten mit dem Beginn des neuen Jahres das städtische Gebäudemanagement federführend ist, wird außerdem noch der Bauausschuss am 12. Januar dazu tagen.

„Eile ist geboten, da die Bauarbeiten gemäß Konjunkturpaket bis Ende 2012 fertig und abgerechnet sein müssen“, sagt Stefanie Neukirchner, schulpolitische Sprecherin im Ausschuss. Der Dringlichkeitsbeschluss werde später im Rat abgesegnet, so die Christdemokratin weiter.

„Der Bauausschuss wird sich in seiner Sitzung auch noch damit befassen, ob die neue Front nicht doch ein wenig weiter nach hinten gesetzt wird, damit sie sich in das Viertel an der Corneliusstraße mit seinem klassizistischen Stil besser einfügt“, so CDU-Ratsherr Hans-Josef Ruhland. „Ich gehe von einem positiven Votum der Bauausschuss-Mitglieder aus. Dann kann, sobald es das Wetter zulässt, mit den Arbeiten begonnen werden.“