Ausbau der Anrather Straße: Holterhöfer wollen mitreden

Der Bürgerverein setzt sich für einen Kreisverkehr ein.

Krefeld. Im kommenden Jahr starten die Ausbauarbeiten der Anrather Straße auf Krefelder Gebiet. Der Bürgerverein und die Anwohner haben aber noch Vorschläge, die die derzeitigen Pläne verändern könnten. Am Donnerstag kommender Woche, 19. März, will eine Arbeitsgruppe der Bezirksvertretung West der Regionalniederlassung des Landesbetriebs Straßen.NRW in Mönchengladbach einen Besuch abstatten. Das teilt der BZV-Vorsteher Klaus Menzer mit.

Im Januar haben die eigentlichen Arbeiten für den Neubau des Rad- und Gehweges auf einer Länge von rund 2600 Meter begonnen. Dieser soll an der L384 zwischen der Kreuzung Kempener Straße/ Schottelstraße/ Holterhöfe und dem Heckenrosenweg auf Willicher Gebiet entstehen.

Neben einer Verlegung, dem Neubau der Straße und des Radweges werden auch umfangreiche Entwässungsmaßnahmen umgesetzt. Künftig wird das Niederschlagswasser der Straße über Rinnen und Straßenabläufe in einen neu gebauten Kanal fließen.

Da die Arbeiten in Krefeld erst nächstes Jahr starten, hoffen die Anwohner, dass ihre Vorschläge noch berücksichtigt werden. Der Bürgerverein Holterhöfe wird diese dem Landesbetrieb vorlegen. So setzt er sich für den Erhalt der Bäume entlang der Straße ein sowie für einen effektiven Lärmschutz für die Anwohner. Insbesondere die Belastung des Traktoren- und Lkw-Verkehrs auf der Anrather Straße wird bemängelt.

Außerdem schlägt der Bürgerverein den Bau eines Kreisverkehrs an der Kreuzung mit der Gladbacher Straße vor. Straßen.NRW sieht dort eine neue Ampel-Kreuzung mit veränderter Vorfahrt vor. Der Bürgerverein hofft, dass die Anrather Straße mit dem Neubau zur Anliegerstraße wird und der Lkw- und Traktorenverkehr damit verbannt wird.

Die Arbeiten an dem ersten Bauabschnitt sollen bis zum Herbst dieses Jahres abgeschlossen sein. Danach will der Landesbetrieb aus Gründen der Finanzierung eine Pause einlegen. Im Herbst 2016 soll es dann auf Krefelder Stadtgebiet weitergehen. Im Zuge des Ausbaus wird die Siedlung Holterhöfe nur noch über den Sanddornweg und Am Rotdorn möglich sein. Die Zufahrten An der Pappel und An den Tannen werden geschlossen.

Die Verkehrsführung während der Bauarbeiten sieht wie folgt aus: Die gesamten Bauarbeiten werden unter Vollsperrung der L384-Holterhöfe, Anrather Straße durchgeführt, wobei der Öffentliche Personennah- und der Schulbusverkehr sowie die unmittelbar betroffenen Anlieger die L384-Holterhöfe, Anrather Straße befahren können. Der Durchgangsverkehr aus Fahrtrichtung Anrath kommend, wird über die L361-Kempener Straße und die L461-Aachener Straße, Gladbacher Straße umgeleitet; aus Richtung Krefeld erfolgt die Umleitung in umgekehrter Reihenfolge der genannten Straßen. Die Umleitungsstrecken (U2 und U3) sind über Hinweistafeln und Verkehrsschilder kenntlich gemacht. Die Zufahrt zum Hofladen der Familie Sehrbrock auf Willicher Gebiet — Holterhöfe 8 — ist über die Anrather Straße erlaubt.