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Krefeld: AfD verliert ihren Sitz in der Bezirksvertretung West

Krefeld : AfD verliert ihren Sitz in der Bezirksvertretung West

Marktstraße bekommt acht neue Bäume für 35 000 Euro. Scharr spendet 5000 für Stadtteilhaus Schicksbaum.

Krefeld. Verwaist ist der Sitz der Alternative für Deutschland (AfD) in der Bezirksvertretung West (BZV). Im jüngsten städtischen Amtsblatt stellt Wahlleiterin und Stadtdirektorin Beate Zielke fest: „Herr Dietmar Thum hat mit Erklärung vom 24. Oktober 2016 auf sein Mandat in der Bezirksvertretung 1 Krefeld-West verzichtet. Der nächste Listenbewerber, Herr David Klug, hat die Ersatznachfolge nicht angenommen. Da die Reserveliste der Partei AfD für die Bezirksvertretung Krefeld-West ausgeschöpft ist, stelle ich das Freibleiben des Sitzes fest.“ Die Zahl der Sitze in der Bezirksvertretung 1 Krefeld-West verringere sich.

Getagt wird natürlich. Dabei stellt die Stadt Ersatzpflanzungen von insgesamt acht Bäumen an der Marktstraße zwischen Deutscher Ring und Hubertusstraße vor. 35 000 Euro kostet die Begrünung und sie erfolgt erst nach kompletter Asphaltierung, die Löcher für die Bäume werden anschließend gebohrt.

Ein Vorgang, der fachfremden Menschen nicht sofort einleuchten mag, aber nach Darstellung der Experten der Verwaltung die kostengünstigere Variante darstellt. Fakt ist: An den acht Standorten müssen bis Mitte des Sommers Wasserleitungen zur Straßenmitte verlegt werden, um die Neuanpflanzungen gewährleisten zu können. Es wird zu Verkehrsbeeinträchtigungen kommen. In der Debatte geht es den Politikern auch um den zunehmenden Leerstand an der Marktstraße. Günther Porst (FDP) macht fehlende Parkplätze mitverantwortlich, durch die neuen Bäume fallen acht weitere weg. Axel Heimendahl von den Grünen macht seinerseits einen sozialen Verfall des Viertels aus.

Den Planungsstand für den südlichen Teil des Kasernengeländes mit den avisierten 450 Wohneinheiten samt öffentlichen Einrichtungen nimmt die Politik zunächst zur Kenntnis. Nicht ohne kritische Anmerkungen. Es sei zwar notwendig und gut, dass neben der Wohnbebauung Einrichtungen wie ein Jugendzentrum und ein medizinisches Versorgungszentrum geplant würden, aber die verkehrliche Erschließung ausschließlich über die Kempener Allee, das fordert vor allem die CDU, sei unzureichend. An dieser Problematik, so das Votum der Vertretung, müsse nun intensiv gearbeitet werden.

Einig ist man sich darüber, die Eiermann-Fahrradgarage zum Baudenkmal zu erklären und am besten wieder in Betrieb zu nehmen. Gute Nachrichten gibt es außerdem für das Jugend- und Stadtteilhaus Schicksbaum: Der Träger, die Caritas, freut sich über eine Spende des Energieunternehmens Scharr über 5000 Euro.