Inrath : Neue Planung für den Schroersdyk

Seinem Ärger über den jahrelang unvollendeten Ausbau des Schroersdyk machte Walter Fasbender (CDU) in der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung Luft.

Krefeld. Fasbender zitierte einen sieben Jahre alten Zeitungsartikel, in dem in Aussicht gestellt wurde, dass die Planungen 2010 begonnen würden. Tatsächlich wird der Ausbau nach Einschätzung der Verwaltung voraussichtlich 2018 beginnen. Zunächst müsse eine neue Planung her. Die der Verwaltung sei nach der Bürgerbeteiligung „auf den Kopf gestellt worden“.

Es hatte vor allem wegen der Höhe der Beiträge, mit denen sich die Anwohner des Schroersdyk am Umbau beteiligen müssen, massive Proteste gegeben. Weil der städtische Fachbereich „nicht die nötigen Kapazitäten“ habe, soll ein externes Büro neue Pläne erstellen. Eine entsprechende Ausschreibung könne aber erst erfolgen, wenn der Haushalt verabschiedet sei. Wenn das zeitnah gelinge, könne sie in der Bezirksvertretung Nord am 2. Februar beschlossen werden, sagte der Verwaltungsvertreter. Im Haushaltsentwurf 2017 sind 100 000 Euro angesetzt, für die Umsetzung 603 000 Euro im Jahr 2018.

Walter Fasbender fragte nach, wie bei diesen Beträgen eine von der Verwaltung genannte Gesamtsumme der Umbau-Variante mit offenem Graben und Tempo 30 von 747 000 Euro Kosten zustande komme. Das ließ sich in der Sitzung nicht klären. Außerdem forderte Fasbender, dass die Kosten, die die einzelnen Grundstücksbesitzer zu erwarten hätten, zeitnah berechnet würden. Dies sei nicht möglich, hieß es von der Verwaltung.

Es sei bei drei anderen Straßen im Bezirk in jüngerer Vergangenheit möglich gewesen, drei Beitrags-Modelle für drei unterschiedlich große Grundstücke zu berechnen, das müsse nun auch möglich sein, beharrte Fasbender. Bezirksvorsteher Ralph-Harry Klaer (SPD) versprach den Zuhörern, Anwohner vom Schroersdyk: „Wir werden beim Zeitpunkt für den Umbau und den Zahlen dran bleiben und daran, dass die Kosten nah an dem bleiben, was Sie sich alle wünschen.“