In Linn wird zu schnell gefahren

Verkehr : In Linn wird zu schnell gefahren

Die CDU will, dass die Verwaltung tätig wird.

Keine Ruhe gibt es am Bolzplatz an der Herbertzstraße, wo vor einiger Zeit ein Fußballtor abgeflext wurde (WZ berichtete). In der Einwohnerfragestunde der Bezirksvertretung Oppum-Linn beschwerte sich jetzt eine Reihe von Bürgern über eine starke Frequentierung mit rund 60 Leuten in Pkw, hohe Lautstärke und viel Müll vor allem an den Wochenenden, wenn dort eine so genannte Hobbyliga von Erwachsenen spielt.

„Da der Bolzplatz lediglich für Kinder und Jugendliche bis zu 14 Jahren ausgerichtet ist, möchten die Anlieger Kontrollen, beispielsweise vom Kommunalen Ordnungsdienst“, berichtet Dirk Czymai vom Fachbereich Bürgerservice und verspricht: „Wir werden das Thema in der Verwaltung behandeln.“

Die Verwaltung
bekommt bald viel zu tun

Die Politiker bekommen in ihrer nächsten Sitzung viel zu tun, denn sie reichten jetzt sechs so genannte Einbringungs-E-Anträge ein. Damit werden Themen und Anfragen an die Verwaltung gerichtet, die das Gremium dann beraten und beschließen möchte.

So fragten die Christdemokraten nach den zu hohen Geschwindigkeiten der Verkehrsteilnehmer auf der Königsberger Straße. Der Bürgerverein Linn habe eine Messtafel aufstellen lassen, die dies belege. „Wir möchten wissen, welche Maßnahmen getroffen werden können, um dieses Verhalten zu verhindern“, erklärt Thilo Forkel, CDU-Sprecher in der BZV.

Kein Schritt-Tempo
an der Grundschule

Ebenfalls um zu schnell fahrende Autos geht es an der Grundschule Geschwister-Scholl-Straße. Forkel: „Die Anwohner haben uns glaubhaft versichert, dass sich die Autofahrer nicht an die ausgewiesene Schrittgeschwindigkeit halten und sie damit ihre auf der Straße spielenden Kinder gefährdet sehen. Um Unfällen vorzubeugen, regen wir die Errichtung von zwei ,Krefelder Kissen` an. Diese sollten kurz nach der Einfahrt von der Bökendonk und nach der nach links abknickenden Kurve aufgebaut werden.“

Weiterer CDU-E-Antrag: „ Die Verwaltung möge prüfen, ob die Kreuzung Untergath/Hauptstraße zu einem Kreisverkehr umgebaut werden kann. Damit erhoffen wir eine Senkung der Luftschadstoffe und eine Leistungsverbesserung des Kreuzungsknoten, so dass sich die Wartezeiten insbesondere zu den bekannten Stoßzeiten verkürzen.“ (WZ berichtete)

Gefahrenpunkt zwischen
den Gesamtschulgebäuden

Die Sozialdemokraten möchten einen Teil der Schmiedestraße für den Pkw-Verkehr sperren. Helmut Späth, SPD-Sprecher in der BZV: „Da dieses Teilstück zwischen den beiden Gebäuden der Gesamtschule liegt und von den Schülern während des Tages oft genutzt wird, sehen wir hier einen Gefahrenpunkt, den wir durch diese Maßnahme schon jetzt geändert haben möchten.“

Außerdem: „Das Überlaufbecken, der Teich, an der Ackerstraße in Oppum, der durch den zuführenden Dorfgraben gespeist wird, befindet sich in einem elenden und unansehnlichen Zustand. Welche Maßnahmen sind notwendig, um eine nachhaltige Verbesserung des Gewässers herbeizuführen?“, fragt Späth an.

Die SPD-Politiker befassen sich nach der Berichterstattung in der WZ mit der unfallträchtigen Kreuzung Untergath/Hauptstraße: „Wir bitten die Verwaltung zu diesem Bericht Stellung zu beziehen und über das Ergebnis der übergeordneten Nachbetrachtung der Unfallkommission zu berichten.“ Fragen zu diesem Thema sind unter anderem: Was war die Ursache der Unfälle?, Werden in diesem Kreuzungsbereich zu hohe Geschwindigkeiten gefahren? Und: Welche Maßnahmen müssen ergriffen werden, dass diese Kreuzung sicherer wird?

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