Brauchtum: Hülser ist Schütze des Jahres

Brauchtum : Hülser ist Schütze des Jahres

Der Bezirksschützentag mit Bezirkskönigs- und Prinzenschießen fand jetzt in Willich statt. Nach der Begrüßung durch den Bezirksbrudermeister Mike Kunze begannen die Wettkämpfe um die Königs- und Prinzenwürden.

Uli Völkel, Bambiniprinz der Historischen Schützenbruderschaft, gelang mit der Armbrust der entscheidende Treffer und ist damit der erste Bambiniprinz des Bezirksverbands Krefeld-Willich-Meerbusch überhaupt. Die anderen Teilnehmer der Bruderschaft hatten dagegen nicht das glückliche Händchen und mussten Schützen anderer Bruderschaften den Vortritt lassen. Zwischen den einzelnen Schießen wurden die Sieger der Bezirksmeisterschaften 2019 mit Urkunden und Pokalen geehrt. Hier hielten sich die Hülser schadlos und konnten eine Menge Pokale und Urkunden mit nach Hause nehmen.

Gegen Ende des Bezirksschützentages gab es aus Hülser Sicht den Höhepunkt der Veranstaltung. Klaus Claassen wurde vom Bezirksverband als Schütze des Jahres 2019 geehrt. Diese Ehrung bekam er für seine ehrenamtlichen Tätigkeiten außerhalb des Schützenwesens. Er bekleidete unter anderem die Posten des 1. und des 2. Vorsitzenden des Männergesangsvereins Hüls „Männ“ in den Jahren 1975 bis 2009, ist seit 45 Jahren fester Bestandteil der Hülser KAB, macht mit anderen Mitgliedern der Bruderschaft Aufsicht in der Pfarrkirche St. Cyriakus, ist für die Kollekte im Gottesdienst zu ständig, ist seit 1992 Mitglied im Kirchenchor von St. Anna in Krefeld-Inrath und führt die Sammlung für den Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge e.V. (VDK) auf dem Friedhof in Hüls zusammen mit anderen Schützen durch. Klaus Claassen und seine Ehefrau Monika, mit der er im vergangenen Jahr Goldhochzeit feiern konnte, sind seit 2002 Mitglieder der Historischen Schützenbruderschaften von Hüls 1464-1597 e. V und waren in der Amtszeit von König Jakob Wimmers (2011-2013) ein Ministerpaar. Seit mehreren Jahren ist Monika Claassen auf den Rollstuhl angewiesen, und ihr Mann bemüht sich sehr darum, ihr das Leben so angenehm wie möglich zu machen. Er stellt sich auch für Krankenbesuche in der Bruderschaft zur Verfügung –  also mit anderen Worten: ein Mann der Tat.

Mehr von Westdeutsche Zeitung