Nikolaus und das Ritual in Hüls

Besuch: Nikolaus steigt auf Turm von St. Cyriakus

Mit seinen Helfern lässt er von dort Leckereien für die Kinder herabsinken.

Traditionell lässt die Hülser Kolpingfamilie am Vorabend des Nikolaustages, am Mittwoch, 5. Dezember, um 16 Uhr den heiligen Mann auf den Kirchturm der Pfarrkirche St. Cyriakus steigen. Von dort lässt er einen Sack mit Leckereien für die auf dem Hülser Markt sicher zahlreich erscheinenden wartenden Kinder herabsinken.

Begleitet wird St. Nikolaus in Hüls von seinen Helfern Nikodemus und Zarras. Nikodemus ist ähnlich gekleidet wie der Nikolaus und sozusagen seine rechte Hand. Er hält für den Nikolaus den Bischofsstab und reicht ihm dann das „Goldene Buch“ oder hilft beim Verteilen der Gaben an die braven Kinder.

Zarras hat Rute und
Kette im Gepäck

Zarras dagegen ist ganz schwarz und hat die Aufgabe, die andernorts Knecht Ruprecht wahrnimmt. Er hält die Rute und droht damit den Kindern, die nicht brav gewesen sind. Außerdem trägt er eine Kette bei sich, mit der er unentwegt Furcht erregend rasselt.

Besuch von Altenheim
und Klinikum

Nach ihrem Ausflug auf den Kirchturm mischen sich der Nikolaus und seine Begleiter im geschmückten Wagen unter die wartende Menschenmenge und fahren hinüber vor das Rathaus, wo sie offiziell empfangen werden. Anschließend hält der Nikolaus eine Ansprache an die Kinder und verteilt die Gaben. Es werden Gedichte vorgetragen oder das Nikolauslied gesungen. Nachdem er die Kinder auf dem Marktplatz begrüßt hat, besucht der Nikolaus regelmäßig auch noch die Bewohner des städtischen Altenheims und das Helios Klinikum Hüls.

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