Manege frei für den Artisten-Nachwuchs

Manege frei für den Artisten-Nachwuchs

Der Mitmachzirkus Rondell und die Grundschule an der Burg luden zur Vorstellung.

Krefeld-Hüls. Schon lange vor Beginn der ersten Aufführung tummeln sich zahlreiche Zuschauer vor dem Zirkuszelt auf der Wiese am Hölschendyk. Der Geruch von Popcorn und Zuckerwatte liegt in der Luft und hinter der Manege warten 96 aufgeregte Nachwuchs-Artisten gespannt auf ihren großen Auftritt.

Schon zum zweiten Mal schlug der Mitmachzirkus Rondell seine Zelte für die Grundschule an der Burg in Hüls auf. Eine Woche lang wurde in drei Gruppen trainiert und geprobt. „Die Kinder wurden nach ihren Fähigkeiten und Wünschen aufgeteilt und von den neun Trainern des Zirkus Rondell auf die Manege vorbereitet“, erklärt der Schulleiter Ulrich Güttsches. Das Programm verspricht wahnsinnig viel: Akrobaten, Jongleure, Fakire, Trapezkünstler, Bauchtänzerinnen, Seiltänzer, Clowns und sogar Tierdresseure.

Dann ist es endlich so weit: Das Licht geht aus und die rund 500 Zuschauer warten gespannt auf die Show. Akrobatinnen beweisen ihr Körpergefühl und strahlen stolz mit ihren Glitzerkostümen um die Wette.

Darunter auch Giada D´Antuono: „Ich habe jeden Tag geübt und bin ganz gespannt, wie das Publikum reagieren wird“, erzählt die Viertklässlerin. Das Publikum ist natürlich begeistert von dem fehlerlosen Auftritt und der Applaus ist die größte Belohnung: „Es war richtig spannend und es hat sich echt toll angefühlt so viel Applaus zu bekommen“, erzählt sie nach ihrem Auftritt stolz.

Aber auch die anderen Darbietungen der Jung-Künstler begeistern Familie, Freunde und Lehrer. Und auch wenn mal etwas nicht auf Anhieb klappt, bleiben die kleinen Artisten ganz professionell und versuchen es einfach noch einmal.

Spektakulär wird es bei den Trampolinspringern: Bei waghalsigen Sprüngen über eine Feuerstange stockt den Zuschauern der Atem. Aber auch die Fakire und Trapezkünstler sorgen für Nervenkitzel. Was wäre es für ein Zirkus, würden nicht auch Clowns die Stimmung der Zuschauer anheizen? Indem die bunten Kerlchen den Zirkusdirektor ärgern, sorgen sie im Publikum für einen Lacher nach dem anderen. Viel zu schnell vergeht so die zweistündige Vorstellung.

Sowohl die Artisten als auch die Zuschauer sind mehr als zufrieden: „Es ist einfach toll zu sehen, mit was für einer Ernsthaftigkeit und Professionalität sie die Aufgaben angehen, denn neben den täglichen Trainingseinheiten gewinnen die Kinder vielfältige Einblicke in das Leben einer Zirkusfamilie“, schwärmt Schulleiter Güttsches vom Projekt.

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