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Sommercamp: Junge Leute aus acht Nationen möbeln Kita auf

Sommercamp : Junge Leute aus acht Nationen möbeln Kita auf

Junge Leute aus acht Nationen möbeln im Rahmen des internationalen Sommercamps die städtische Kita an der Cäcilienstraße auf.

Krefeld. Drinnen und draußen wird emsig gearbeitet. Obwohl jetzt eigentlich Ferienstille in der städtischen Kita an der Cäcilienstraße herrschen müsste, scheinen hier die Heinzelmännchen aktiv zu sein. Diese guten Geister sind 17 junge Leute im Alter von 16 bis 24 Jahren, die im Rahmen eines Workcamps der Internationalen Jugendgemeinschafts-dienste (IJGD) ehrenamtlich renovieren und Neues gestalten.

Geplant war ursprünglich, unter anderem den Sandbereich draußen zu vergrößern, das Gartenhaus zu renovieren, ein Insektenhotel und einen Zahlenweg zu bauen sowie zwei Beete zu zimmern. „Dieses Jahr haben wir viel mehr geschafft als erwartet“, freut sich Bettina Dewan vom Fachbereich Jugendhilfe und Beschäftigungsförderung der Stadt Krefeld. Das Engagement der jungen Leute musste sie besonders in den vergangenen heißen Tagen bremsen.

Weil die geplanten Arbeiten in der Kita deutlich vor dem Ende der drei Wochen, die dieser freiwillige Dienst dauert, schon abgeschlossen sein werden, haben sich die jungen Leute noch das Anstreichen der Gruppenräume vorgenommen.

Zu den engagierten jungen Leuten aus Aserbaidschan, Armenien, Russland, Türkei, Kanada und Korea gehört auch der 20-jährige Mate Rezes aus Ungarn. Für ihn ist es sein erstes Workcamp des IJGD. „Aber ich plane noch andere“, sagt er. „Ich wollte Deutsch ein bisschen üben, eine andere Kultur, andere Menschen kennen lernen“, erzählt der Maschinenbaustudent.

Er freut sich darüber, etwas Neues bauen und bei der Renovierung des Gartenhauses den Hammer schwingen, bohren und schrauben zu können, auch wenn es für ihn nur einfache Arbeiten sind. Besonders wichtig ist ihm die Gelegenheit, mehr Deutsch zu sprechen, weil er im kommenden Wintersemester sein Studium in Karlsruhe fortsetzen wird.

Zu seinen schönsten Erlebnissen, die er vom Workcamp in Hüls mitnehmen wird, gehören die Ausflüge nach Köln und Düsseldorf. Aber auch die Begegnungen mit Menschen der Region haben ihm gefallen, so zum Beispiel die Führung durch Hüls mit dem Heimatverein. Oder die spontane Stadtführung von einem Kempener Bauern, bei dem sie zum Schonen ihrer Gruppenkasse für sich selber Kirschen pflücken dürfen. Ein unvergesslicher Höhepunkt ist für Mate und die anderen die Gelegenheit zu einem Gruppenfoto mit dem Siegerpokal der Fußballweltmeisterschaft.

Für die Stadt Krefeld ist dieses Workcamp bereits das sechszehnte. Die jungen Leute werden bei ihrer Arbeit von Mitarbeitern des Fachbereichs Grünflächen unterstützt.

Von den Stadtwerken gibt es für die drei Wochen ihres Aufenthalts Freitickets, der Eintritt in die Krefelder Museen und auch in das Naturfreibad Hüls ist frei.