Hülser Bürgerverein: „Wir sind eine große Familie“

Hülser Bürgerverein: „Wir sind eine große Familie“

Der Verein setzt sich seit 25 Jahren für den Stadtteil ein. Man diskutiert, plant und feiert stets gemeinsam.

Krefeld. Selbstbewusst macht Carina Heer auf der Bühne ihre Ansage. „Der nächste Song ist von Snow Patrol, er heißt Chasing Cars.“ Zusammen mit ihrem Vater, ihrem Bruder und diversen anderen Familienmitgliedern spielt sie in der Hülser Band „family affairs“.

Mit ihrem Auftritt auf dem Jubiläumsfest des Bürgervereins spiegelt sie damit den Charakter des Stadtteils wider. „Hüls zeichnet vor allem der Zusammenhalt und die Gemeinschaft aus. Wir sind eine große Familie“, sagt Carina Heer.

Obwohl die 21-Jährige außerhalb studiert, treibt es sie immer wieder in das Heimatörtchen. „An Hüls hängt mein Herz.“ Und genau diese Eigenschaft schätzt Bürgervereins-Vorsitzender Klaus-Dieter Ohlig an den Hülsern. „Wir können zusammen diskutieren, uns streiten, aber letztendlich finden wir immer wieder zusammen und treffen eine gemeinsame Entscheidung.“

Eine Strategie, die aufgeht, denn in den vergangenen 25 Jahren hat der Verein viel erreicht. „Allein im letzten Jahr haben wir die Ringbuslinie 45 nach Hüls geholt, wir haben das Gebiet um die Burg mit zwei Boulebahnen verschönert und die Aktion ‚fahrradfreundliches Krefeld’ ins Leben gerufen,“ erzählt Klaus-Dieter Ohlig.

Außerdem habe sich der Bürgerverein, wie in jedem Jahr, am Bottermaat oder an den Ferienspielen beteiligt. Und auch für die Zukunft gibt es Pläne. „Wir wollen uns um die Krefelder Straße kümmern. Sie soll schöner werden. Außerdem muss über die Verkehrsführung auf der Tönisvorster Straße gesprochen werden.“ Der Bürgerverein arbeitet eng mit der Politik zusammen. Ein wichtiges Kriterium, um Ziele zu erreichen, findet Ohlig. Aber neben Entscheidungsfreude darf auch nie der persönliche Spaß zu kurz kommen. Eine wichtige Tradition gibt es für den Bürgerverein in jedem Jahr. „Wir besuchen immer einen Weihnachtsmarkt zusammen“, erzählt Ohlig. „Ob es dieses Jahr Maastrich, Monschau oder doch eine ganz andere Stadt wird, wir werden sehen.“ Die Entscheidung wird auf jeden Fall wieder gemeinsam getroffen.

Mehr von Westdeutsche Zeitung