Post-Probleme: Hülser beklagen sich über Probleme bei der Post-Zustellung

Post-Probleme : Hülser beklagen sich über Probleme bei der Post-Zustellung

Das Unternehmen weist die Vorwürfe, tagelang würden Briefe nicht ausgetragen, zurück. Es habe noch nie Reklamationen gegeben. Dem widersprechen als Betroffene Renate Schommer und Klaus Bunthoff.

Von erheblichen Problemen mit der Post-Zustellung berichten Bürger aus Hüls. Das Unternehmen selbst kann sich allerdings die Beschwerden, die in der Redaktion unserer Zeitung eingegangen sind, nicht erklären. „Ich habe den Papp auf. Seit etwa drei Monaten herrscht bei der Zustellung Chaos“, berichtet Dr. Klaus Bunthoff, Anwohner des Reepenwegs. Immer wieder sei überhaupt keine Post ausgeliefert worden. In anderen Fällen sei diese bei Nachbarn gelandet. Er habe gehört, dass die Zustellerin krank gewesen ist. Da diese jetzt offenbar wieder zurück sei, hat er die Hoffnung, dass es nun besser wird.

Abends um 22 Uhr sind plötzlich Briefe im Kasten

Die Hülserin Renate Schommer berichtet von ähnlichen Zuständen. Betroffen seien der Reepenweg, aber auch der Bereich Kempener Straße. „Montags kommt hier generell keine Post mehr“, sagt sie. Dann wieder werde diese auch an anderen Tagen nicht ausgetragen – so zum Beispiel am 12. und 13. Dezember. Und am 14. Dezember habe sie abends um 22 Uhr plötzlich die Briefe im Kasten gehabt. „Vermutlich hat sie ein Nachbar eingeworfen.“ Was sie aber auch bedenklich findet: „Jetzt ist doch die Zeit, in der viele Jahresrechnungen verschickt werden. Da möchte doch niemand, dass diese bei Nachbarn landen.“ Ihrer Information nach sei sogar ein ganzes Paket von Briefen einfach in einem Kiosk an der Kempener Straße abgelegt worden.

Eine Sprecherin der Deutschen Post widerspricht: Im Bereich der Kempener Straße/Reepenweg stellten erfahrene, langjährige Beschäftigte zu, die den Bezirk auch kennen. „Unregelmäßigkeiten sind uns nicht bekannt, ebenso liegen für diesen Bezirk auch keine Reklamationen vor.“ Durch ein stark erhöhtes Sendungsaufkommen zu Weihnachten sei es lediglich möglich, dass einige wenige Empfänger Sendungen erst am zweiten Tag nach Einlieferung erhalten hätten.

Darüber hinaus betont die Post-Sprecherin: „Wir stellen an sechs Tagen in der Woche zu – auch montags.“ Das Sendungsvolumen betrage dann jedoch nur rund zwei Prozent der wöchentlichen Sendungsmenge. Die Geschäftspost, die freitags eingeliefert wurde, sei in der Regel bereits samstags beim Empfänger. „Der Zusteller kommt montags, hat jedoch nur wenige Sendungen bei sich – in der Regel Privatpost, die samstags verschickt wurde, und Zeitungen.“ Zum Kiosk-Fall sagt die Unternehmenssprecherin, dass der Inhaber nach eigenem Bekunden zu keiner Zeit Sendungen durch die Deutsche Post zur „Lagerung bzw. Weiterverteilung“ erhalten habe. „Der Sachverhalt ist ihm und uns völlig unerklärlich.“

Weder Klaus Bunthoff noch Renate Schommer kann dies überzeugen. „Die Post behauptet viel“, sagt Bunthoff. Und Renate Schommer betont, dass ihre Haushaltshilfe schon vor Weihnachten in der Postfiliale am Ostwall die Zustellprobleme habe dokumentieren lassen. Es sei ihr deshalb unerklärlich, dass nun davon die Rede sei, es habe noch nie Beschwerden gegeben. Auch Bezirksvorsteher Hans Butzen hat die 73-Jährige schon in die Angelegenheit eingeschaltet.