Hüls: Kleine Ringlösung ist endgültig vom Tisch

Hüls: Kleine Ringlösung ist endgültig vom Tisch

Die Diskussion scheint mit den Stimmen von CDU und SPD beendet.

Krefeld-Hüls. Endgültig vom Tisch ist die „Kleine Ringlösung“ für Hüls. Mit den Stimmen von SPD und CDU wurde die in der Bezirksvertretung (BZV) seit Jahrzehnten diskutierte Weiterführung der Straßenbahn vom Depot bis zum Hülser Bahnhof begraben. Ratsherr Hans Butzen: „Zuschüsse des Landes sind nicht in Sicht. Die Stadt alleine kann die Kosten von jetzt hoch gerechnet fast 20 Millionen nicht stemmen. Wir dürfen die Bürger nicht länger hinhalten.“

CDU-Sprecher Alexander Tüller schloss sich an. Bezirksvorsteher Philibert Reuters erwähnte, dass es aus seiner Kenntnis erste Protokolle von 1928 gebe, die sich mit diesem Thema beschäftigt hätten. FDP-Sprecher Klaus-Dieter Ohligs hielt entgegen: „Erst mit diesem Schritt und dem Hochrechnen der Kosten wird den Bürgern etwas vorgemacht.“ Für die Grünen kritisierte Grit Pöhlmann: „Wir sollten die Lösung nicht in den Mülleimer werfen.“

Die Straßenbahn sei laut SWK das Verkehrsmittel der Zukunft. Planungsausschuss und Rat wurde empfohlen, das Projekt aus dem Nahverkehrsplan herauszunehmen. Stattdessen soll das Depot an der Krefelder Straße zum Umsteigepunkt umgebaut und ein zweiter gegenläufiger Ringbus eingesetzt werden, der eine verbesserte Einbindung des Hülser Nordens mit sich bringen soll. Für die Bahn wird ein zehnminütiger Takt vorgeschlagen. Damit könne jeder zweiten Bahn Anschluss an das Ringbussystem gegeben werden.

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