Skulptur: Hüls hat ein rubinrotes Willkommen am Ortseingang

Skulptur: Hüls hat ein rubinrotes Willkommen am Ortseingang

Die Skulptur „Großes Kopf-Zeichen“ des ortsansässigen Künstlers Hans Joachim Albrecht ist der Öffentlichkeit übergeben worden.

Krefeld. In den sozialen Netzwerken hat es sich bereits verfangen, das von Professor Hans Joachim Albrecht geschaffene „Großes Kopf-Zeichen“. Die Skulptur, die bei Facebook kontrovers diskutiert wird, steht seit ein paar Tagen an ihrem Bestimmungsort und ist jetzt in einem sehr gut besuchten Festakt der Hülser Bevölkerung übergeben worden.

Vor dem Hochhaus an der Ecke Krefelder Straße/Steegerdyk, auf der „ominösen kleinen Rasenfläche“, wie Albrecht das Fleckchen Erde nennt, sendet das Kopf-Zeichen „kühn am Ortseingang“ Willkommensgrüße an diejenigen, die Hüls von Krefeld her besuchen. Damit auch Autofahrer diesen Gruß wahrnehmen können, ist die Basis der Skulptur so hoch gewählt, dass das Kopf-Zeichen „oberhalb der mittleren Augenhöhe“ steht.

„Die Skulptur wird nicht jedem gefallen“, hat auch Gottfried Andree, der Vorsitzende des Heimatvereins erkannt. Aber sein Verein habe schon viele Akzente gesetzt und sich diesmal vom Gegenständlichen verabschiedet. Die Wahl sei auf Hans Joachim Albrecht gefallen, weil der Künstler in Hüls wohne.

Und weil er nicht gegenständlich gearbeitet hat, ist es hilfreich, dass der Künstler Hinweise gibt, wie man sich seinem neuesten Werk nähern kann. Das beginnt mit dem Sockel, der für Albrecht eine Basis ist, „komplizierter als man denkt“: Aus dem Sechseck wird am oberen Ende des prismatischen Körpers beinahe ein Dreieck.

Etwa in Augenhöhe von 164 cm, auf einer Grundplatte, beginnt das rubinrote Kopf-Zeichen, das einen geringen Teil seiner Farbigkeit in die dunkelgrüne Basis vererbt hat. Interpretieren möchte Albrecht das Zeichen nicht, nur so viel, dass der Kopf das sei, „was uns allen sehr gut tut.“ Man solle an den geprägten Kopf einer Münze denken. Sein Zeichen sei die Haut, aus Stahl, zwischen Prägestempel und Münze. Sonnenuhrartig verändere sich die Form, wenn man um die Skulptur herumgehe, ein Wandern der Licht-Schatten-Würfe auf den variabel gekanteten Stahloberflächen sei zu bemerken.

Glücklicherweise scheint bei der Übergabe an die Hülser die Sonne, Schattenwurf ist garantiert. Und wer dabei ist, darf sich mit seiner Unterschrift auf einer Urkunde verewigen, die Heimatbund-Chef Gottfried Andree herumgehen lässt. Die Urkunde soll später in die Skulptur eingemauert werden.

Mehr von Westdeutsche Zeitung