Freiwillige Feuerwehr stellt sich auf dem Kirmesmarkt vor

Freiwillige Feuerwehr stellt sich auf dem Kirmesmarkt vor

Die Ehrenamtler ließen Gäste im Löschfahrzeug ein paar Runden drehen.

Krefeld. „Vielleicht will ich Feuerwehrmann werden, vielleicht aber auch Geheimagent“, für sein junges Alter hat der vierjährige Cedric Möhring schon ganz genaue Berufsvorstellungen. „Da kann man dann mit einer Wasserspritzpistole Brände löschen.“ Leicht quengelnd zieht er an Mamas Hand, denn die Wasserspritzpistole, die kann man auf dem Kirmesmarkt testen und das möchte Cedric jetzt unbedingt ausprobieren.

Am Sonntag hat die Freiwillige Feuerwehr in Hüls für Besucher ihre Tore geöffnet. „Da es ja auch eine Berufsfeuerwehr in Krefeld gibt, sind solche Tage wichtig für uns“, erzählt Löschzugführer Jochen Klein.

Die Hülser würden so erkennen, dass auch die Freiwillige Feuerwehr für Einsätze zur Verfügung stände. Und auf dem Schauplatz zeigen die Feuerwehrmänner auch prompt ihr Können. Eine große Stichflamme ragt bei der inszenierten Fettexplosion in die Luft. „Das ist schon erschreckend, ich hätte nicht gedacht, dass das so abgeht“, staunt die Besucherin Beate Treis. Dank der Routine der Feuerwehrmänner ist der Brand aber schnell gelöscht und die Vorführung erfolgreich beendet.

Auch die Hülser Jugendfeuerwehr präsentiert sich auf dem Tag der offenen Tür. „Nachwuchs ist bei uns natürlich immer wichtig“, sagt Thorsten Lenzen. Er selbst ist seit acht Jahren bei der Feuerwehr aktiv und bildet inzwischen selber aus: „Die Jungfeuerwehr lernt bei uns nicht nur handwerkliche Fähigkeiten, sondern auch Teamkompetenz.“ Um gemeinsam arbeiten zu können, müsse man sich vertrauen. Neben Feuerwehrübungen, stehen also auch Ausflüge auf dem Ausbildungsplan. Bis der vierjährige Cedric in die Lehre der Freiwilligen Feuerwehr gehen kann, dauert es noch einige Jahre. Dennoch dürfen Cedric und sein siebenjähriger Bruder schon einmal in einem Löschfahrzeug mitfahren.

„Da waren überall Funkgeräte, ich hab’ mich wie ein richtiger Feuerwehrmann gefühlt“, erzählt Yannick. In der Kurve, da haperte es dann aber noch ein bisschen, da reicht die Kraft des Siebenjährigen noch nicht aus und er plumpst vom Feuerwehrsitz. Auch den Geschwistern Ella und Noah Theis hat die Fahrt gefallen: „Wenn man im Auto sitzt, dann ist die Sirene gar nicht so laut.“

Mehr von Westdeutsche Zeitung