Fans reißen Rock-Oldies die Karten aus den Händen

Fans reißen Rock-Oldies die Karten aus den Händen

Sechs Krefelder Bands der 60er und 70er spielen Ende Oktober in Hüls.

Ein schöneres Kompliment hätten sich Frank Brünsing, Ulrich Pudelko und Michael Roder nicht vorstellen können. Mit ihrem Musikertreffen für Krefelder Bands aus den 60er und 70er Jahren in Hüls haben sie offensichtlich genau in die Herzen vieler Musik-Fans der Region getroffen: Noch bevor eine Band feststand, waren innerhalb kurzer Zeit rund 400 Vorverkaufskarten verkauft.

Die Fans, die eine Karte ergattern konnten, dürfen sich auf einen lockeren Abend mit zahlreichen Bands freuen. Ab 18 Uhr ist Einlass: Jet Black, Peter and Friends, Attraction, bei denen Pudelko die Gitarre spielt, Exploring Surprise and Friends, Sunbeats und Idea werden am 28. Oktober im Goldenen Hirsch spielen. In letzterer Formation spielt Mitinitiator Michael Roder die Gitarre. „Wir hatten eigentlich geplant, ein Musikertreffen zu organisieren, bei dem sich die Leute aus der Zeit austauschen und ein bisschen jammen können“, sagt er. Das Team hinter der Idee sei dann vom regelrechten Ansturm auf die Karten überrascht worden.

Aus dem Musikertreffen ist so ein waschechter Konzertabend geworden. Neben den genannten Bands wird die Oldie-Band Old Iron den Abend eröffnen und beschließen. Sybille Laumen und Mitorganisator Frank Brünsing werden ein Folk-Set spielen. „Das ist das, was man heutzutage Singer-Songwriter nennen würde“, sagt Brünsing. Ulrich Pudelko und „Trecker-Harry“ spielen zwischen den Auftritten alte Hits zum Mitsingen, zum Beispiel Klassiker von den Beatles. Zum Schluss werden alle Musiker zusammen auf der Bühne stehen. Damit der Abend nicht zu lang wird, wird jede Band ein Set aus circa fünf Liedern spielen.

Auch die Musiker mussten sich Eintrittskarten für zehn Euro kaufen. Die Einnahmen des Abends sollen verwendet werden, um die Jugend für die Musik zu begeistern. „Wir möchten mit dem Geld die musikalische Früherziehung unterstützen“, sagt Brünsing. Verschiedene Institutionen in Krefeld sollen dafür Instrumente kaufen können — welche das sind, steht noch nicht fest. Aus einer Schnaps-Idee ist innerhalb von einem Jahr ein Mini-Festival geworden, bei dem neben der Musik auch der Austausch von Anekdoten im Vordergrund steht. „1967 habe ich mit meiner ersten Band in den Jugendheimen Krefelds zum Tanztee gespielt. Da gab es eine sehr lebendige Szene aus etwa 35 Bands“, erzählt Roder. Und Pudelko ergänzt: „Ich habe damals ein Radio zum Gitarrenverstärker umgebaut.“